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Nach Assoziierungsabkommen : Ukraine will in zehn Jahren in der EU sein

  • Aktualisiert am

Wladimir Groisman am 27. Juni zu Besuch bei Angela Merkel in Berlin Bild: dpa

Krieg im Osten, wirtschaftliche Probleme, Korruption – dennoch strebt die Ukraine in die Europäischen Union. Der neue Regierungschef Groisman erklärt, wie das gehen soll.

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          Die Ukraine sieht sich trotz des ungelösten kriegerischen Konflikts im Osten des Landes und schwerer wirtschaftlicher Probleme in zehn Jahren in der Europäischen Union. Das sagte der neue Regierungschef in Kiew, Wladimir Groisman, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ich bin davon überzeugt, dass die Ukraine in zehn Jahren in der EU sein wird“, sagte Groisman. „Wir gehen den europäischen Weg, und der bedeutet für uns: Freiheit, Menschenrechte und eine starke Wirtschaft.“

          Groisman verwies auf das Assoziierungsabkommen mit der EU, das als treibende Kraft für Reformen wirke. Hier sei schon viel passiert, gerade bei der Korruptionsbekämpfung. „Wir müssen unsere Standards an die der EU angleichen“, sagte er. „Es ist schon viel passiert – gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Wir haben zum Beispiel völlige Transparenz bei den staatlichen Ausgaben geschaffen.“ Die ehemalige Sowjetrepublik gilt nach Einstufung der Organisation Transparency International als korruptester Staat Europas.

          Groisman gestand ein, dass noch mehr nötig sei. Dazu zähle auch eine Verbesserung des Investitionsklimas und eine grundlegende Justizreform, sagte Groismann, der seit Mitte April im Amt ist.

          Kritik am Brexit

          Groisman kritisierte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen. „Ich respektiere das Recht eines souveränen Staates, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube immer, dass man Errungenschaften bewahren sollte.“ Ein wichtiges Signal sei, dass die junge Generation in Großbritannien mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt habe.

          Groisman ist Nachfolger von Arseni Jazenjuk, dessen Regierung vorgeworfen wurde, nicht entschieden genug gegen die Korruption und die Oligarchen im Land vorgegangen zu sein.

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