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Ukraine : Trumps Berater auf Schwarzgeld-Liste

  • Aktualisiert am

Trumps Wahlkampfmanager Manafort hat als Berater unter andern für Janukowitsch gearbeitet. Bild: Reuters

Der Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, steht in einem schwarzen Buch der prorussischen Partei des ehemaligen ukrainischen Präsidenten. Er dementiert, jemals Schwarzgeld erhalten zu haben.

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          Donald Trumps Berater Paul Manafort soll Schwarzgeld von der prorussischen Janukowitsch-Partei erhalten haben. Wie die „New York Times“ berichtet, taucht Manaforts Name auf einer Liste von Schwarzgeldempfängern auf.

          Unter Berufung auf die ukrainische Anti-Korruptionsbehörde, schreibt die New York Times, dass für Manafort geheime Zahlungen in Höhe von insgesamt 12,7 Millionen Dollar zwischen 2007 und 2012 vorgesehen gewesen seien. Allerdings betonte die Behörde, dass nicht klar sei, ob das Geld auch geflossen sei. „Nur weil P. Manaforts Name in der Liste auftaucht, heißt das nicht, dass er das Geld wirklich erhalten hat“, hieß es in einer Stellungnahme.

          Manaforts Name sei 22 mal in den handgeschriebenen Büchern aufgetaucht. Diese seien im Zuge von Ermittlungen aufgetaucht, die die Korruption während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch untersuchen sollen. Der genaue Zweck dieser Zahlungen sei jedoch nicht klar. Die Ermittler behaupteten, dass die Aufwendungen Teil eines illegalen geheimen Systems gewesen seien. Unter den Empfängern seien auch Wahlfunktionäre gewesen.

          In der New York Times sagt Vitali Kasko, eine ehemaliger ranghoher Regierungsbeamter der Ukraine, Manafort wusste ganz genau, was in der Ukraine los war. „Jedem Menschen mit klarem Verstand hätte klar sein müssen, dass der Janukowitsch-Klan, als er an die Macht kam, in Korruption verwickelt war.“

          Manafort war Viktor Janukowitschs Wahlkampfberater und half mit, die Ukraine wieder stärker unter den Einfluss Moskaus zu bringen. Bis zu den Majdan-Protesten 2014 hat Manafort für Janukowitsch gearbeitet.

          Auf eine Interview-Anfrage der „New York Times“ zu den angeblichen Zahlungen reagierte Manafort nicht. Über seinen Anwalt ließ er jedoch mitteilen, „solche Geldzahlungen“ nie erhalten zu haben.

          Für Trump sind die Verstrickungen seines Wahlkampfmanagers in die Netzwerke der Putin-treuen Oligarchen heikel. In den vergangenen Wochen wurde immer wieder Trumps Sympathie für Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin thematisiert.

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