https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ukraine-treffen-in-ramstein-die-wirkung-amerikanischer-waffen-18302316.html

Ukraine-Gruppe in Ramstein : Die Wirkung amerikanischer Waffen

  • -Aktualisiert am

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow umarmt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in Ramstein. Links US-Verteidigungsminister Lloyd Austin Bild: Reuters

In der hiesigen Debatte wurde oft so getan, als sei die Ukraine ohne Waffenlieferungen aus Deutschland verloren. In Wirklichkeit kommt es vor allem auf die USA an.

          1 Min.

          In der deutschen Debatte über Waffenlieferungen wurde immer wieder der Eindruck vermittelt, die Ukraine sei verloren, wenn die Bundesregierung nicht mehr tue. Das war schon deshalb irreführend, weil es in erster Linie auf die Vereinigten Staaten ankommt.

          Amerika ist mit Abstand der wichtigste Waffenlieferant des überfallenen Landes. In Ramstein und Kiew haben Bidens Minister jetzt neue Hilfspakete verkündet, mit denen die amerikanische Militärhilfe für die Ukraine auf insgesamt 15,2 Milliarden Dollar steigt. Kein anderes westliches Land kann da mithalten.

          Ohne moderne westliche Kampfpanzer

          Die andere hierzulande hitzig diskutierte Frage hat sich bisher ebenfalls nicht als ausschlaggebend erwiesen. Auch ohne moderne westliche Kampfpanzer hat die ukrainische Armee eine Gegenoffensive starten können, die offenbar schon zu ersten Erfolgen geführt hat. Wie dauerhaft sie sein werden, bleibt abzuwarten.

          Aber es ist offensichtlich, dass die jüngsten Vorstöße der Ukrainer durch westliche Ausrüstung ermöglicht wurden, vor allem durch die Mehrfachraketenwerfer aus Amerika. Es hatte schon einen Grund, dass Putin Washington von der Lieferung gerade dieser Systeme abhalten wollte.

          Trotzdem dürfte der Konflikt auf absehbare Zeit ein Abnutzungskrieg bleiben, ein schnelles Ende ist unwahrscheinlich. Für die Ukraine wäre es immer noch der größte Erfolg, wenn sie Russland zu ihren Bedingungen an den Verhandlungstisch zwingen kann.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kandidat für den Senat: Herschel Walker

          Stichwahl in Georgia : Bloß nicht über Trump reden

          Vor der Stichwahl um den letzten offenen Senatssitz am Dienstag wollen die Republikaner vor allem eines: sich möglichst wenig mit ihrem früheren Präsidenten auseinandersetzen. Leichter gesagt als getan.
          Was wird aus Twitter?

          Kommunikation im Netz : Schlimmer als Twitter

          Elon Musk könnte seine Plattform ruinieren. Doch auf den möglichen Nachfolger Mastodon hat die Rechtsordnung keine gute Antwort. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.