https://www.faz.net/-gpf-984ry

Ukraine : Staatsanwaltschaft wirft früherer Militärpilotin Terrorpläne vor

  • Aktualisiert am

Nadeschda Sawtschenko wurde einst im ukrainischen Parlament gefeiert. Bild: Reuters

Einst wurde Nadeschda Sawtschenko als ukrainische Heldin gefeiert. Nun steht die frühere Militärpilotin vor Gericht – wegen Planung eines blutigen Umsturzes.

          Die Staatsanwaltschaft in Kiew wirft der umstrittenen ukrainischen Abgeordneten und früheren Militärpilotin Nadeschda Sawtschenko (36) Umsturzpläne vor. „Es gibt unwiderlegbare Beweise dafür, dass Sawtschenko persönlich einen Terrorakt im Parlament plante, Leute anwarb und Anweisungen gab“, sagte Generalstaatsanwalt Juri Luzenko am Donnerstag. Die Abgeordnete soll Pläne entwickelt haben, die vorsahen, Handgranaten auf die Regierungsloge zu werfen und die Kuppel des Parlamentsgebäudes zu beschießen. Die Überlebenden im Sitzungssaal sollten erschossen werden.

          Die frühere Militärpilotin war international bekannt geworden, nachdem sie 2014 bei Kämpfen gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine in Gefangenschaft geraten war. Ein russisches Gericht verurteilte sie wegen Beihilfe zum Mord zu 22 Jahren Haft. Im Mai 2016 wurde sie begnadigt und gegen zwei im Kriegsgebiet festgenommene Russen ausgetauscht.

          Sawtschenko ist fraktionslose Abgeordnete im Parlament in Kiew. Die Partei Batkiwtschtschyna (Vaterland) hatte Sawtschenko 2016 aus der Fraktion ausgeschlossen, nachdem sie sich mit den ostukrainischen Separatistenführers getroffen hatte. Generalstaatsanwalt Luzenko reichte am Donnerstag einen Antrag für die Aufhebung der Immunität der Abgeordneten ein. Die Abstimmung wird für kommende Woche erwartet.

          Weitere Themen

          Boris Johnson und der „Hinterhalt“

          Brexit-Streit : Boris Johnson und der „Hinterhalt“

          Während der Brexit-Streit jetzt auch den Supreme Court beschäftigt, empören sich viele Politiker und Medien über etwas anderes: die „Demütigung“ ihres Premiers auf der missratenen Pressekonferenz mit Luxemburgs Ministerpräsident Bettel.

          Topmeldungen

          Brexit-Streit : Boris Johnson und der „Hinterhalt“

          Während der Brexit-Streit jetzt auch den Supreme Court beschäftigt, empören sich viele Politiker und Medien über etwas anderes: die „Demütigung“ ihres Premiers auf der missratenen Pressekonferenz mit Luxemburgs Ministerpräsident Bettel.

          Wahlkampf in Amerika : Links unterm Triumphbogen

          Elizabeth Warren begeistert bei einem Auftritt Tausende New Yorker. Die Senatorin will für die Demokraten um das Präsidentenamt kandidieren – und die Macht in die Hände der Arbeiter legen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.