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Ukraine : Putins Pragmatismus

Russland ist in der Gas-Frage zu Zugeständnissen an die Ukraine bereit. Angesichts des sinkenden Ölpreises und des verfallenden Rubels kann Putins Pragmatismus aber nicht verwundern.

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          Die Ukraine ist einer der größten Abnehmer russischen Gases. Der von Moskau im Juni verhängte Lieferstopp ist deshalb auch für Gasprom ein Problem. Er trifft den russischen Konzern nicht so existentiell wie die Ukraine, aber er wirkt sich doch spürbar auf seine Bilanzen aus und damit mittelbar auch auf den russischen Staatshaushalt.

          Russland hat zwar hohe Rücklagen, doch die Kombination aus Sanktionen, sinkendem Ölpreis und Rubelverfall sorgt in Moskau durchaus für Krisenstimmung.

          Vor diesem Hintergrund ist der Pragmatismus, den Wladimir Putin nun in den Gasgesprächen mit der Ukraine gezeigt hat, nicht verwunderlich: Besser Einnahmen auf der Grundlage eines niedrigeren Gaspreises als gar keine Einnahmen. Politisch hat Moskau durch die Übereinkunft zumindest keine Nachteile. Europa atmet auf, und gleichzeitig wird die Solidarität der EU, die finanziell in Vorleistung treten soll, mit der Ukraine auf eine Belastungsprobe gestellt.

          Das kann Putin nur recht sein. Und seine Handlungsmöglichkeiten im Osten der Ukraine werden dadurch nicht eingeschränkt.

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