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Ukraine : OSZE verliert Kontakt zu weiterem Beobachterteam

  • Aktualisiert am

Ein pro-russischer Separatist in Donezk Bild: REUTERS

In der Region Lugansk ist offenbar ein weiteres Beobachterteam der OSZE verschleppt worden. Von vier weiteren Mitarbeitern fehlt derweil immer noch jede Spur.

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          Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat nach eigenen Angaben den Kontakt zu einem weiteren Beobachterteam in der Ostukraine verloren. Seit Donnerstagabend habe sie von dem vierköpfigen Team in der Region Lugansk nichts gehört, teilte die OSZE am Freitag auf ihrer Facebook-Seite mit. Zu dem Team gehören demnach vier Ausländer und ein ukrainischer Übersetzer. Die OSZE-Mitglieder seien „in Sewerodonezk von Bewaffneten festgenommen worden“, teilte die OSZE mit.

          Auch von den vier Beobachtern eines ersten Teams, die bereits seit Montag in der Ostukraine vermisst werden, fehle weiter jede Spur. Separatisten in der Ostukraine hatten behauptet, diese vier am Freitag verschleppten OSZE-Beobachter wieder auf freien Fuß gesetzt haben. Die OSZE-Mitarbeiter seien verwarnt worden, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung auf dem Gebiet der selbst ernannten „Volksrepublik Lugansk“ aufzuhalten, sagte Separatistenführer Alexej Tschmilenko der Agentur Interfax.

          Die ukrainische Regierung will unterdessen ungeachtet militärischer Rückschläge und massiver Warnungen aus Russland ihre Offensive gegen die Separatisten im Osten des Landes mit aller Härte fortsetzen. „Unsere Aufgabe ist es, Frieden und Ordnung in die Region zu bringen“, sagte der Verteidigungsminister Michailo Kowal am Freitag in Kiew. Er warf Russland abermals vor, verdeckte militärische Einsätze auf Seiten der Rebellen zu steuern. Er kündigte an, das ukrainische Militär werde die Einsätze im Grenzgebiet zu Russland fortsetzen, bis dort Normalität eingekehrt sei.

          Die Separatisten hatten am Donnerstag mit dem Abschuss eines Armee-Hubschraubers den Regierungstruppen einen der schwersten Verluste seit Beginn der Kämpfe zugefügt. Dabei wurden 14 Soldaten getötet, darunter ein General. Die Kiewer Regierung erklärte, der Helikopter sei nahe Slawjansk mit russischen Luftabwehrraketen beschossen worden. Die Rebellen haben seit Anfang April die Kontrolle über die Stadt und halten seit Montag auch vier OSZE-Beobachter als Geiseln fest.

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