https://www.faz.net/-gpf-805s3

Ukraine : Armee setzt Abzug schwerer Waffen aus

  • Aktualisiert am

Pro-russischen Separatisten nahe Debalzewe - im Hintergrund zerstörte Panzer der ukrainischen Armee Bild: AP

Nach dem abermaligen Beschuss von Armeestellungen haben die ukrainischen Streitkräfte den Abzug der schweren Waffen von der Front im Osten des Landes zunächst abgesagt.

          1 Min.

          Der vereinbarte Abzug schwerer Waffen von der Front im Kriegsgebiet Ostukraine kommt nicht voran. Die ukrainischen Regierungseinheiten schlossen vorerst einen Positionswechsel aus, da die Aufständischen eine Feuerpause missachten würden, wie am Montag Armeesprecher Anatolij Stelmach in Kiew sagte.

          Die prorussischen Gruppen wiesen die Vorwürfe zurück. Die „Volkswehr“ reagiere nur auf „Provokationen“, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin in Donezk. Für die Verzögerung des Waffenrückzugs der Aufständischen machte er „logistische Gründe“ verantwortlich. „Bisher rechnen wir damit, am 24. Februar mit dem Abzug zu beginnen“, sagte Bassurin.

          Der Abzug ist Teil eines Friedensabkommen, das die Konfliktparteien am 12. Februar in Minsk geschlossen hatten. Am Wochenende hatten beide Seiten eine weitere Vereinbarung unterzeichnet sowie Gefangene ausgetauscht und damit Hoffnungen auf eine Entspannung geweckt. Bassurin schloss einen baldigen abermaligen Austausch nicht aus. „Wir haben noch mehr als 100 Gefangene“, sagte der Separatistensprecher.

          Nach einem Bombenanschlag mit mindestens zwei Toten in Charkow suchen Spezialkräfte in der zweitgrößten Stadt der Ukraine weiter nach den Hintermännern. Vier festgenommene Mitglieder der prorussischen Vereinigung „Charkower Partisanen“ hätten nach ersten Erkenntnissen nichts mit der Tat zu tun, teilte der Geheimdienst mit. Allerdings sei einer der Männer in der russischen Stadt Belgorod mit Plänen, Geld und einem Raketenwerfer für Angriffe auf Treffpunkte von
          regierungstreuen Kräften ausgestattet worden.

          Ukraine-Krise : Tote bei Bombenanschlag in Charkiw

          In einer Mitteilung wies die Gruppe „Charkower Partisanen“ die Vorwürfe zurück. Bei dem Anschlag auf einen Marsch von etwa 300 proukrainischen Demonstranten waren bei der Explosion eines ferngezündeten Sprengsatzes auch elf Menschen verletzt worden.

          Präsident Petro Poroschenko hatte den Anschlag als Versuch kritisiert, den „Einflussbereich des Terrorismus“ auszudehnen. „Die Verantwortlichen werden zur Verantwortung gezogen und eine harte Antwort bekommen“, hatte der prowestliche Staatschef gedroht.

          Weitere Themen

          So wird der amerikanische Präsident gewählt Video-Seite öffnen

          Erklärvideo : So wird der amerikanische Präsident gewählt

          Das Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten wird nach Wahlmännerstimmen gekürt, welche die Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten erringen müssen. Wie viele Stimmen ein Staat im „Electoral College“ zu vergeben hat, hängt von seiner Bevölkerungsstärke ab.

          Topmeldungen

          700 Kilometer ohne Nachladen: der P7 des chinesischen Start-ups Xpeng auf der Messe in Peking

          Deutsche Automarken : Abgehängt von Chinas Start-ups

          Auf der einzigen Automesse des Jahres in Peking zeigen deutsche Hersteller konventionelle Modelle. Den chinesischen E-Autos haben sie wenig entgegenzusetzen.
          SPD-Kandidat Thomas Westphal mit seiner Frau Janine

          OB-Stichwahl in Dortmund : Die SPD verteidigt ihre „Herzkammer“

          Grüne und CDU hatten in Dortmund ein Bündnis gegen die seit 74 Jahren regierenden Sozialdemokraten gebildet. Trotzdem kann sich SPD-Kandidat Thomas Westphal bei den Oberbürgermeisterstichwahlen mit klarem Abstand auf seinen Herausforderer Andreas Hollstein durchsetzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.