https://www.faz.net/-gpf-7mxll

Ukraine-Krise : Amerika macht Druck auf Russland

  • Aktualisiert am

Amerikas Präsident Barack Obama Bild: AP

Amerika ist empört über Russlands Militäraufmarsch in der Ukraine. Aber was die Vereinigten Staaten dagegen tun können, ist noch nicht klar - vielleicht nicht mal ihnen selbst.

          Die Krise in der Ukraine drückt auch erheblich auf das Verhältnis zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig aber scheinen die Vereinigten Staaten nur wenige Möglichkeiten zu sehen, auf einen Militärschlag Russlands in der Ukraine zu antworten. Seit Russlands Präsident Putin sich einen Militärschlag genehmigen ließ, gab es aus dem amerikanischen Weißen Haus noch keine neue Stellungnahme.

          In der Nacht zum Samstag hatte Amerikas Präsident Barack Obama Russland vor einem Militärschlag gegen die Ukraine gewarnt. „Jede militärische Intervention wird Folgen haben“, sagte er. „Das ukrainische Volk verdient das Recht, über seine eigene Zukunft zu entscheiden“, sagte Obama. „Wir sind tief besorgt von Berichten über Militärbewegungen Russlands in der Ukraine“, sagte er, „jeder Verstoß gegen die Souveränität und Unversehrtheit der Ukraine würde destabilisierend wirken.“

          Die Stellungnahme hat Russlands Oberhaus, den Föderationsrat, so verärgert, dass der Rat Präsident Putin empfohlen hat, den russischen Botschafter aus den Vereinigten Staaten abzuziehen.

          Auch in den Vereinten Nationen macht Amerika Druck auf Russland und unterstützt die Mission von Generalsekretär Ban Ki-Moon, der seinen Berater Robert Serry damit betraut hat, Russland-freundliche Separatisten in der Ukraine zu halten.

          Weitere Themen

          Das Ende der Einsamkeit Video-Seite öffnen

          Insel Sokotra im Jemen : Das Ende der Einsamkeit

          Der Artenreichtum der Insel Sokotra hat sie zum Weltkulturerbe gemacht. Doch das Paradies ist von politischen Verwerfungen bedroht: Die Hilfe aus Saudi-Arabien und den Emiraten ist auch ein Zeichen von Autoritätsverlust.

          Ein schlimmer Verdacht

          Fall Lübcke : Ein schlimmer Verdacht

          Die Behörden gehen im Mordfall Lübcke davon aus, dass der Täter aus dem rechtsextremen Milieu stammt und seine Tat langfristig plante. Das weckt Erinnerungen an die Morde des NSU.

          Topmeldungen

          Der Fall Lübcke : Feinde der Freiheit

          Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten könnte der schaurige Höhepunkt einer leider nicht beispiellosen Hetze in asozialen Netzen gewesen sein. Die Urheber sind Staatsfeinde. Sie müssen bekämpft werden.
          Ein Modell des künftigen europäischen Kampfjets wird in Le Bourget enthüllt.

          Future Combat Air Systems : Europas künftiges Kampfflugzeug nimmt Formen an

          Verteidigungsministerin von der Leyen hat in Frankreich die Verträge für das milliardenschwere Rüstungsvorhaben unterzeichnet. Zuvor war ein erstes Modell des Kampfflugzeugs enthüllt worden – und Spanien offiziell eingestiegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.