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NATO-Ostflanke : Warum Polen von der NATO enttäuscht ist

Polnische und amerikanische Soldaten üben am 24. Mai 2022 auf der Militärbasis in Bemowo Piskie. Bild: Reuters

Polen will seine Armee auf 300.000 Mann verdoppeln. Ein „freiwilliger Wehrdienst“ und andere Maßnahmen sollen dabei helfen.

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          Kaum zwei Wochen sind nach dem als „historisch“ beschriebenen Madrider NATO-Gipfel vergangen. Die Fanfaren sind verklungen, und jetzt wird klar: Polen ist enttäuscht. Die liberale Opposition im Land hatte sofort mangelnde Fortschritte in Madrid bei der Absicherung der Ostflanke des Bündnisses kritisiert.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Inzwischen hat auch Polens Gipfelteilnehmer, Präsident Andrzej Duda, nachgezogen. Man sei vor dem Treffen davon ausgegangen, die Zahl der konkret in Polen anwesenden Soldaten der Bündnispartner werde verstärkt, sagte der Präsident einer Gruppe von Journalisten. Das ist nicht geschehen; es bleibt bei den bisherigen 11.600 Soldaten, in erster Linie Amerikaner, daneben Briten, Kroaten und Rumänen. Sie alle sind wie bisher nur „rotierend“ präsent, nicht mit Kind und Kegel fest stationiert wie die Amerikaner in Deutschland.

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