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Explosionen und Festnahmen : Russland raunt von „Schläferzellen“ auf der Krim

Rauchwolken über einem Munitionsdepot in der Nähe von Dschankoj auf der Krim. Bild: AP

Die russischen Staatsmedien kommen um die Vorgänge auf der Halbinsel nicht mehr herum. Nach neuen Explosionen versucht man zu beruhigen – und präsentiert Regimegegner als „Terroristen“.

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          Von der Krim, der 2014 besetzten ukrainischen Halbinsel, sollten für die Zuschauer des russischen Staatsfernsehens am Mittwoch nur gute Nachrichten kommen. „Auf der Krim haben die Detonationen von Munition aufgehört“, meldete der Sender Rossija 24 am Morgen mit Blick auf die Vorgänge nahe der Stadt Dschankoj im Norden der Halbinsel. Dort war es Dienstagfrüh zu Explosionen in einem Munitionslager gekommen, die unter anderem eine Bahnverbindung so beschädigten, dass der Zugverkehr unterbrochen werden musste.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Zudem ereiferte sich der Sender über „verrückte Pläne“ Kiews, die von Russland gebaute Brücke vom russischen Festland auf die Krim anzugreifen. Über die Straßen- und Schienenverbindung wird die Halbinsel versorgt; zudem ist die Brücke für den Nachschub in die seit Ende Februar neu eroberten süd­ukra­inischen Gebiete wichtig. Die Staatsfernsehsprecherin fügte hinzu, die Brücke über die Meerenge von Kertsch werde von „mehreren Stufen“ der Luftabwehr geschützt. Das klang nach Beruhigung.

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