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Waffen für die Ukraine : Biden hätte nichts gegen deutsche Panzer-Lieferungen

  • -Aktualisiert am

Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A6 der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ fährt am 11. August 2021 durch das Truppenübungsgelände in Augustdorf. Bild: dpa

Der Bundeskanzler hebt im Streit über den Leopard 2 die Abstimmung mit Washington hervor. Die amerikanische Regierung stünde dem nicht entgegen – will aber auch keinen Druck aufbauen.

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          Es ist ein kleines Zugeständnis Berlins, auch wenn die jüngste Ankündigung hinter der Forderung Kiews zurückbleibt: Die deutsche Ausfuhrgenehmigung für 18 hochmoderne Haubitzen des Typs RCH 155 kann den kurzfristigen Bedarf an modernen Kampfpanzern nicht kompensieren. Bundeskanzler Olaf Scholz verweist immer wieder auf den amerikanischen Präsidenten. Man wolle Kiew unterstützen, aber gleichzeitig eine Eskalation verhindern, die in einen Krieg Russlands mit der NATO münde, sagte er zuletzt der F.A.Z. Es werde keine Alleingänge geben. Die Verbündeten stimmten sich eng ab. Der Kanzler gibt so zu verstehen: Solange Washington keine Abrams-Kampfpanzer an Kiew liefert, werde Berlin auch keine Leopard-2-Kampfpanzer schicken. Er suggeriert damit, Joe Biden leite in der Frage das gleiche Motiv wie ihn.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal hatte jüngst gesagt, Kiew erwarte „von den Vereinigten Staaten, dass sie uns ihre Abrams-Panzer liefern, und von Deutschland erwarten wir Leopard 2“. Warum zögert Biden? Richtig ist, dass Biden und Scholz ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben und darauf achten, sich öffentlich nicht auseinanderdividieren zu lassen.

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