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Entdeckungen nach Befreiung : „In fast jedem Dorf gab es Kriegsverbrechen“

Ein ukrainischer Panzer am Montag in der Region Charkiw Bild: AP

Nach der Befreiung großer Gebiete im Nordosten der Ukraine entdecken ukrainische Einheiten Leichen und andere Spuren russischer Gräueltaten. Kiew spricht von mindestens 40 Kriegsverbrechen.

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          Die in den vergangenen Tagen gelungene Rückeroberung großer Gebiete im Nordosten des Landes, die lange Zeit russisch besetzt waren, weckt bei vielen Ukrainern heftige Emotionen. „Ich freue mich und weine zugleich, wenn ich die Befreiung sehe“, sagt die Dokumentarfilmerin Lidia Starodubzewa aus Charkiw der F.A.Z. „Ich spreche mit Bekannten in der Re­gion. Viel Leid. Viele Tränen. Das wird ein bitterer Sieg. Aber er wird kommen, unbedingt!“ Starodubzewa ist mit ihren Kindern nach Kriegsausbruch ins Ausland geflohen und konnte sich bisher nicht zur Rückkehr nach Charkiw entschließen.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Die Millionenstadt liegt im Nordosten der Ukraine, etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt, entging knapp einer russischen Eroberung, wurde jedoch über Monate von den Russen be­schossen, so auch in den letzten Tagen, was zu einem Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung führte. Dennoch hat in der Umgebung der Stadt die ukrainische Offensive begonnen, die sich dort jetzt vor allem nach Osten und Südosten richtet, zur Donbass-Region hin.

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