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Ukraine-Konflikt : OSZE plant Einsatz von Drohnen in der Ukraine

  • Aktualisiert am

Satellitenbild der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine Bild: dpa

Aus mehreren tausend Metern Höhe will die OSZE künftig die ukrainisch-russische Grenze überwachen – mithilfe von Flugdrohnen. Eine entsprechende Ausschreibung ist am Freitag zu Ende gegangen.

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          Die in der Ostukraine tätige Beobachtergruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will nach Presseinformationen zur Überwachung der russisch-ukrainischen Grenze auch Drohnen einsetzen. Sie hat dazu die nach Möglichkeit sofortige Lieferung zweier „schlüsselfertiger“ Systeme samt Personal ausgeschrieben, wie die „Frankfurter Rundschau“ in ihrer Samstagsausgabe berichtet. Die Ausschreibung endete am Freitag.

          Die Drohnen sollten sechs bis zehn Stunden in 3.000 bis 4.000 Metern Höhe fliegen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Ausschreibungsunterlagen. Außerdem sollten sie in der Lage sein, bewegliche Objekte aus einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern und kleine Objekte wie Fahrzeugkennzeichen aus einer Distanz von bis zu zwei Kilometern zu erkennen.

          Russland signalisiert Zustimmung

          Der Schweizer Außenminister und derzeitige OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter hatte zuvor den Einsatz von Drohnen auch an der russisch-ukrainischen Grenze ins Spiel gebracht. Der Vorschlag sei sowohl von ukrainischer als auch von russischer Seite positiv aufgenommen worden, hieß es von der OSZE.

          Vorgesehen sei die Überwachung des Grenzverlaufs und humanitärer Korridore sowie die Kontrolle von Grenzstationen. Außerdem sollten die Drohnen zum Schutz von OSZE-Mitarbeitern eingesetzt werden. Am Donnerstag hatte die OSZE auf Einladung Russlands die Überwachung der Grenzstationen Donezk und Gukovo übernommen.

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