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Strategie im Ukraine-Krieg : Greift Russland absichtlich zivile Ziele an?

Eine zerstörte Hausfassade in Kramatorsk nach der Detonation einer abgeschossenen russischen Rakete Bild: AFP

Die russische Armee schießt auf Wohngebiete und Zivilisten – wahllos oder sogar gezielt. Washington spricht von Kriegsverbrechen. Der britische Militärgeheimdienst verweist auf ein schreckliches Vorbild: Grosnyj.

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          Am Montagmorgen tauchten neue Bilder und Videos aus Charkiw auf: Wieder lagen Wohnblöcke in Trümmern, die in der Nacht zuvor von Raketen getroffen worden waren. Solche Aufnahmen gab es auch aus anderen Städten. In Mariupol am Schwarzen Meer und in Irpin, einem Vorort am nordwestlichen Rand von Kiew, standen ganze Straßenzüge in Flammen.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          In Irpin wurden am Sonntag Zivilisten angegriffen, die in einem humanitären Korridor die Stadt verlassen wollten. Nach ukrainischen Angaben wurden dabei acht Menschen getötet. Fotos zeigen eine Familie, Eltern und zwei Kinder, die tödlich getroffen wurden. Das sind nur ein paar Belege dafür, dass die russischen Truppen gezielt Zivilisten angreifen. Es ist Teil einer erprobten Kriegsstrategie, die sich nicht nach internationalen Normen richtet. Denn nach diesen handelt es sich um Kriegsverbrechen.

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