https://www.faz.net/-gpf-9792u

Nach halbem Jahr im Amt : Ukip setzt Parteichef Bolton ab

  • Aktualisiert am

Abgesetzt: Die rassistischen Äußerungen seiner Ex-Freundin wurden Henry Bolton zum Verhängnis. Bild: dpa

Er war kein halbes Jahr im Amt – nun muss der Ukip-Parteichef seinen Posten abgeben. Henry Boltons Ex-Freundin hatte die Verlobte von Prinz Harry, Meghan Markle, rassistisch beschimpft.

          Nach einem Skandal um rassistische Äußerungen seiner Ex-Freundin muss der Chef der britischen Ukip-Partei, Henry
          Bolton, sein Amt aufgeben. Das entschieden die Mitglieder der rechtspopulistischen Partei per Misstrauensvotum am Samstag in Birmingham. Ein neuer Vorsitzender wird binnen 90 Tagen gewählt.

          Boltons Bekannte und spätere Freundin Jo Marney hatte in Textnachrichten an einen Bekannten die Verlobte von Prinz Harry, amerikanische Schauspielerin Meghan Markle, rassistisch beleidigt. Markle hat afroamerikanische Wurzeln. Der 54-Jährige trennte sich zwar daraufhin nach eigenen Angaben wieder von dem fast 30 Jahre jüngeren Model, schloss aber seinen Rücktritt strikt aus. Dies stieß auf großen Unmut in der EU-feindlichen Partei. Später erklärte der Familienvater, er habe noch „starke Gefühle“ für Marney und verglich die Beobachtung seines Privatlebens mit dem, was Prinzessin Diana mit ihrem Geliebten Dodi Al Fayed erlebt habe.

          Ukip steckt in einer tiefen Krise und ist nicht mehr im britischen Unterhaus vertreten. Nach dem Weggang des prominenten Brexit-Befürworters Nigel Farage 2016 gaben sich seine Nachfolger schnell die Klinke in die Hand. Bolton war kein halbes Jahr im Amt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Charismatisch und skrupellos : Was will Boris Johnson?

          Er ist Held der englischen Nationalisten und Favorit für den Vorsitz der Konservativen. Einen echten Plan für den Brexit hat der begabte Scharlatan noch immer nicht.

          FAZ Plus Artikel: Eurofighter-Absturz : 50 Meter an der Katastrophe vorbei

          Ein Pilot stirbt, einer ist schwer verletzt – schlimm genug. Bei der Suche nach Wrackteilen der abgestürzten Eurofighter in Mecklenburg zeigt sich, dass es noch schlimmer hätte kommen können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.