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„Lord’s Resistance Army“ : Ende der Jagd auf Rebellenführer Kony

  • Aktualisiert am

Joseph Kony, Anführer der LRA Bild: AP

Er begann einen der brutalsten Konflikte Afrikas: Zehntausende kamen durch den Terror der LRA unter Joseph Kony um. Obwohl der immer noch nicht gefasst ist, hat Ugandas Militär gute Neuigkeiten.

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          Das ugandische Militär hat das Ende der Jagd auf den Rebellenführer Joseph Kony in der Zentralafrikanischen Republik erklärt. Die Mission sei erfolgreich verlaufen, teilte Militärsprecher Richard Karemire am Mittwoch mit. Mit weniger als 100 Kämpfern sei die „Lord’s Resistance Army“ (LRA) schwach, erklärte Karemire. Sie stelle somit keine bedeutende Gefahr mehr für Uganda dar.

          Kony befindet sich weiter auf der Flucht. Der Anführer der LRA begann in den 1980er Jahren einen der brutalsten Konflikte Afrikas gegen die Regierung Ugandas. Durch den Terror der LRA wurden Zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben. Im Norden Ugandas wütete die Miliz bis 2005. Die LRA war seither im Südsudan, Kongo und der Zentralafrikanischen Republik aktiv.

          Kommandant in Den Haag vor Gericht

          Die „Widerstandsarmee des Herrn“ bestand zeitweise aus mehreren Tausend Kämpfern, darunter auch Tausende entführte Kinder. In den vergangenen Jahren gaben jedoch viele Mitglieder auf und stellten sich, Kony soll sich von Uganda in die Zentralafrikanische Republik zurückgezogen haben. Der etwa 56 Jahre alte Anführer wird vom Internationalen Strafgerichtshof mit einem Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gesucht.

          Ein ehemaliger leitender Kommandant der Miliz, Dominic Ongwen, muss sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten. Ongwen hatte sich Anfang 2015 amerikanischen Truppen in Zentralafrika ergeben.

          Insgesamt waren Karemire zufolge bis zu 1500 ugandische Soldaten im Einsatz in Zentralafrika. Der Abzug soll in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

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