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Überfall im Golf von Aden : Amerikaner befreien gekapertes deutsches Schiff

  • Aktualisiert am

Das Containerschiff Magellan Star der deutschen Reederei Dr. Peters, aufgenommen im Juli 2009. Bild: dpa

Amerikanische Spezialeinheiten haben einen im Golf von Aden entführten deutschen Frachter von Piraten befreit. Bei der Aktion wurden mehrere Seeräuber festgenommen.

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          Nach rund 20 Stunden in den Fängen von Piraten haben amerikanische Spezialkräfte am Donnerstag ein deutsches Containerschiff im Golf von Aden befreit. Seeräuber hatten die unter der Flagge von Antigua fahrenden „Magelan Star“ der deutschen Reederei Dr. Peters am Vortag von einem Schnellboot aus gekapert. Der polnische Kapitän und seine Crew, zu der kein Deutscher zählt, hatten sich in einem Schutzraum verbarrikadiert und ausgeharrt, bis Hilfe kam.

          Befreit wurde der Frachter durch amerikanische Streitkräfte der Task Force 151. Sie besteht aus mehreren amerikanischen Kriegsschiffen am Horn von Afrika, um den Seeweg vor Somalia zu schützen. Ein Spezialkommando nahm bei der Aktion mehrere Seeräuber fest. Firmeninhaber Jürgen Salamon sagte auf Anfrage, die amerikanischen Streitkräfte hätten bei der Befreiungsaktion am frühen Morgen neun Piraten festgenommen. Mannschaft und Schiff seien frei. Der 8000-Tonnen-Frachter mit Ankerketten an Bord sei unterdessen auf dem Weg nach Dubai, sagte Salamon.

          Keine Kriegsschiffe der Anti-Piraten-Operation „Atalanta“ beteiligt

          Die „Magelan Star“ war nach Angaben von Salamon das dritte Schiff eines Konvois, der im Abstand von zwei Seemeilen von amerikanischen Kriegsschiffen begleitet wurde. Aus dem Konvoi sei auch das erste Schiff, ein unter maltesischer Flagge fahrender Frachter, angegriffen worden. Diesen Vorfall hatte auch die Anti-Piraten-Mission der Europäischen Union (EUNAVFOR) bestätigt.

          Kriegsschiffe der europäischen Anti-Piraten-Operation „Atalanta“, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt, seien indes nicht involviert gewesen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Den Angaben zufolge fuhr das Containerschiff ohne deutsche Besatzung und nicht unter deutscher Flagge, wodurch es nicht als deutsches Schiff gilt.

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