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Staatliche Kampagne : Twitter sperrt Tausende Accounts mit Verbindungen zu Saudi-Arabien

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König Salman bin Abdulaziz Al Saud (r), König von Saudi-Arabien, trifft Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, Herrscher des Emirats Dubai, im Dezember. Bild: dpa

Die Accounts sollen Nachrichten, die sich positiv gegenüber saudischen Autoritäten geäußert hätten, unter anderem durch aggressives „Liken“ oder „Retweeten“ verstärkt haben.

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          Der Kurznachrichtendienst Twitter hat nach eigenen Angaben mehr als 88.000 Accounts mit Verbindungen nach Saudi-Arabien blockiert. Interne Analysen hätten gezeigt, dass die Accounts gezielt Diskussionen mit Bezug zu Saudi-Arabien zum Ziel gehabt hätten, teilte das amerikanische Unternehmen am Freitag mit. Die Accounts sollen Nachrichten, die sich positiv saudischen Autoritäten gegenüber geäußert hätten, unter anderem durch aggressives „Liken“ oder „Retweeten“ verstärkt haben. Es habe sich um eine erhebliche staatlich gestützte Informationsoperation gehandelt, die aus Saudi-Arabien gekommen sei.

          Das Unternehmen veröffentlichte am Freitag Daten von 5929 dieser Accounts, die gegen Richtlinien der Plattform verstoßen hätten. Die Daten der weiteren Accounts würden unter anderem aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Hinter dem Netzwerk an Accounts soll ein Marketingunternehmen aus Saudi-Arabien stehen. Auch der Firmenaccount wurde permanent gesperrt.

          Anfang November hatte das amerikanische Justizministerium bekanntgegeben, dass zwei frühere Twitter-Mitarbeiter private Kontoinformationen von Regierungskritikern für Saudi-Arabien ausspioniert haben sollen.

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