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Demokraten-Debatte : Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders bei TV-Debatte unter Beschuss

  • Aktualisiert am

Wollen beide um das Amt des Präsidenten kandidieren: Bernie Sanders und Joe Biden Bild: Reuters

Es war die zehnte Fernsehdebatte, die amerikanische Demokraten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur veranstalteten. Wie zu erwarten war musste sich Bernie Sanders, der das Rennen derzeit anführt, viel Kritik gefallen lassen.

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          Der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders ist in einer weiteren TV-Debatte der Demokraten unter Beschuss geraten. Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, Russlands Staatschef Wladimir Putin wolle Sanders im Vorwahlkampf unterstützen – damit letztlich Präsident Donald Trump wiedergewählt werde. Der frühere Vizepräsident Joe Biden warf Sanders vor, als Senator gegen ein schärferes Waffenrecht gestimmt zu haben.

          Vor der wichtigen Vorwahl im Bundesstaat South Carolina sind die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten zu ihrer inzwischen zehnten Fernsehdebatte zusammengekommen. Für die Debatte in Charleston hatten sich insgesamt sieben der acht noch verbliebenen demokratischen Bewerber qualifiziert. Im Rennen um die Kandidatur liegt nach Vorwahlen in bislang drei Bundesstaaten der linke Senator Bernie Sanders vorne.

          Kritik an Krankenversicherung für Alle

          Die moderate Senatorin Amy Klobuchar und der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg kritisierten zudem Sanders Vorschläge für eine gesetzliche Krankenversicherung für alle Bürger. Die Pläne seien nicht finanzierbar.

          Die wie Sanders linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren sagte, sie trete zwar für "progressive Ideen" ein wie der 78-Jährige. Im Gegensatz zu Sanders habe sie sich aber tiefgehend in Themen wie strengere Regeln für die Wall Street und eine realistische Reform des Gesundheitssystems eingearbeitet.

          Die Angriffe auf Sanders kommen nicht von ungefähr: Der selbsternannte "demokratische Sozialist" ist bei den Demokraten derzeit klarer Favorit. Er landete in den ersten drei Vorwahlen vorne und führt die landesweiten Umfragen an.

          Sanders nahm die Attacken mit Ironie: "Ich höre meinen Namen heute Abend ein wenig", sagte der Senator. "Ich frage mich, warum." Zugleich verteidigte er energisch seine politischen Vorschläge.

          Die TV-Debatte wurde in Charleston im Bundesstaat South Carolina ausgetragen. In dem Südstaat wird am Samstag die nächste Vorwahl der Demokraten ausgetragen. In einer Woche findet dann der sogenannte Super Tuesday statt, an dem in gleich 14 Bundesstaaten gewählt wird. Am Super-Dienstag geht es um rund ein Drittel aller Delegierten, die dann im Juli den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Trump bestimmen werden.

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