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Provinz Idlib : Türkischer Soldat bei Beschuss in Syrien getötet

  • Aktualisiert am

Ein Soldat der syrischen Regierungstruppen belädt ein Geschütz. Bild: dpa

Ein türkischer Soldat wurde durch Mörser- und Kanonenbeschuss in der syrischen Provinz Idlib getötet, drei weitere wurden verletzt. Ankara beschuldigt syrische Regierungstruppen der Tat und hat Vergeltungsmaßnamen eingeleitet.

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          Im Norden Syriens ist ein türkischer Soldat nach Angaben Ankaras von syrischen Regierungstruppen getötet worden. Drei weitere türkische Soldaten seien durch den Beschuss eines Beobachtungspostens mit Mörsergranaten und Kanonenfeuer am Donnerstag in der Rebellenprovinz Idlib verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Ankara. Demnach handelte es sich um einen „vorsätzlichen Angriff“.

          Die türkische Armee habe daraufhin die Zone bombardiert, aus der die Schüsse gekommen seien, erklärte das Ministerium weiter. Überdies berief der türkische Generalstab den russischen Militärattaché in Ankara ein und informierten diesen über „sehr harte“ Reaktionen des türkischen Militärs.

          Die Türkei verfügt über zwölf militärische Beobachtungsposten in Idlib. Dort stehen sich von Russland unterstützte syrische Regierungstruppen und Rebellen gegenüber. Eigentlich hatten die Türkei, die den Rebellen nahe steht, und Russland bereits im vergangenen September eine Waffenruhe vereinbart, doch wurde sie nie komplett umgesetzt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erst im Mai der syrischen Regierung vorgeworfen, die Zusammenarbeit seines Landes mit Russland durch Angriffe in Syrien zu „sabotieren“.

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