https://www.faz.net/-gpf-9oh9x

Provinz Idlib : Türkischer Soldat bei Beschuss in Syrien getötet

  • Aktualisiert am

Ein Soldat der syrischen Regierungstruppen belädt ein Geschütz. Bild: dpa

Ein türkischer Soldat wurde durch Mörser- und Kanonenbeschuss in der syrischen Provinz Idlib getötet, drei weitere wurden verletzt. Ankara beschuldigt syrische Regierungstruppen der Tat und hat Vergeltungsmaßnamen eingeleitet.

          Im Norden Syriens ist ein türkischer Soldat nach Angaben Ankaras von syrischen Regierungstruppen getötet worden. Drei weitere türkische Soldaten seien durch den Beschuss eines Beobachtungspostens mit Mörsergranaten und Kanonenfeuer am Donnerstag in der Rebellenprovinz Idlib verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Ankara. Demnach handelte es sich um einen „vorsätzlichen Angriff“.

          Die türkische Armee habe daraufhin die Zone bombardiert, aus der die Schüsse gekommen seien, erklärte das Ministerium weiter. Überdies berief der türkische Generalstab den russischen Militärattaché in Ankara ein und informierten diesen über „sehr harte“ Reaktionen des türkischen Militärs.

          Die Türkei verfügt über zwölf militärische Beobachtungsposten in Idlib. Dort stehen sich von Russland unterstützte syrische Regierungstruppen und Rebellen gegenüber. Eigentlich hatten die Türkei, die den Rebellen nahe steht, und Russland bereits im vergangenen September eine Waffenruhe vereinbart, doch wurde sie nie komplett umgesetzt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erst im Mai der syrischen Regierung vorgeworfen, die Zusammenarbeit seines Landes mit Russland durch Angriffe in Syrien zu „sabotieren“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Thomas Middelhoff beim Gespräch über sein neues Buch „Schuldig“ in Hamburg

          Middelhoff im Gespräch : „Es war die Gier nach Anerkennung“

          Thomas Middelhoff war Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und galt als „Wunderkind“ der Wirtschaft. Dann kam der Absturz: Steuerhinterziehung, Haft, Privatinsolvenz. Jetzt bekennt sich der gestürzte Manager: „Schuldig“
          Das durch den Abbau von jährlich rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle entstandene „Hambacher Loch“.

          Gigantischer Stromspeicher : Die Wasserbatterie im Hambacher Loch

          Was ein visionärer Plan: Ein gigantischer Stromspeicher für überschüssigen Wind- und Solarstrom soll im „Hambacher Loch“ entstehen. Die Technik dürfte Kennern bekannt vorkommen.
          200 Nanometer Durchmesser: Virus Varicella Zoster (VZV)

          Gürtelrose : Höllischer Schmerz

          Die neue Impfung gegen Gürtelrose zahlen jetzt die Kassen. Gut so, denn wer einmal unter der Infektion litt, wird das so schnell nicht vergessen. Die Infektion ruft heftige Nervenschmerzen bei den Betroffenen hervor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.