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Türkische Militäroffensive : Offenbar 16 Tote bei Angriff auf Krankenhaus in Afrin

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Im Krankenhaus von Afrin, das bei einem türkischen Luftangriff getroffen wurde, lagen auch schwer verletzte Kinder und schwangere Frauen. Bild: AFP

Laut syrischen Menschenrechtlern ist das einzige noch funktionierende Krankenhaus in der nordsyrischen Stadt bei einem türkischen Luftangriff getroffen worden. Unter den Opfern befinden sich demnach auch schwangere Frauen.

          Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben von Aktivisten und des kurdischen Roten Halbmonds das wichtigste Krankenhaus in der nordsyrischen Stadt Afrin beschossen und dabei 16 Zivilisten getötet. Die türkische Armee habe die medizinische Einrichtung am Freitag „direkt“ getroffen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. „16 Zivilisten wurden getötet, darunter zwei schwangere Frauen“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die türkischen Streitkräfte weisen die Darstellung auf ihrem offiziellen Twitter-Konto zurück. Die militärischen Operationen würden so durchgeführt, dass keine Zivilisten zu Schaden kämen, heißt es dort.

          Medizinisches Personal war laut Rahman nicht unter den Todesopfern. Der stellvertretende Vorsitzende des kurdischen Roten Halbmondes, Serwan Bery, bestätigte das Bombardement auf das Krankenhaus in Afrin. „Es gab den Tag über Bombardements in der Stadt, die sich nahe des Krankenhauses ereigneten, aber heute Abend wurde es direkt getroffen“, erklärte Bery. Bei der Einrichtung, in der Mitarbeiter des Roten Halbmonds arbeiteten, habe es sich um „das einzige funktionierende Krankenhaus in der Stadt Afrin“ gehandelt.

          Die Türkei hatte am 20. Januar einen Militäreinsatz gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien gestartet. Die Stadt Afrin ist mittlerweile offenbar fast komplett eingekreist. Ankara sieht die YPG wegen ihrer Verbindungen zu der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation an. Wegen der türkischen Offensive sind bereits zahlreiche Menschen aus Afrin geflohen. Nach Angaben der Beobachtungsstelle verließen am Freitag mindestens 15.000 weitere Einwohner die Stadt. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben sind für Medien kaum zu überprüfen.

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