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Kommunalwahlen in der Türkei : Der unfaire Kampf um Istanbul

Ekrem Imamoglu auf dem ägyptischen Basar in Istanbul Bild: AP

Für Erdogan geht es bei den Kommunalwahlen am Sonntag um alles. Deshalb hat die AKP ein Schwergewicht aufgestellt. Doch die Opposition will sich die Chance eines Sieges nicht nehmen lassen – und schickt ihren Hoffnungsträger ins Rennen.

          6 Min.

          Istanbul ist der große Preis der türkischen Kommunalwahlen an diesem Sonntag. Denn die Stadtverwaltung beschäftigt, selbst ohne die zahlreichen städtischen Betriebe, mehr als 100.000 Menschen, und ihr Etat beläuft sich auf über acht Milliarden Euro. Damit lassen sich viele Anhänger gut versorgen.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Vor allem aber haben Veränderungen für die gesamte Türkei immer in Istanbul begonnen. Beispielsweise 1994, als Tayyip Erdogan zum Oberbürgermeister Istanbuls gewählt worden war und sein unaufhaltsamer Aufstieg begann. Bei der Parlamentswahl vom Juni 2018 hatte die erfolgsverwöhnte AKP jedoch nur noch dank eines Bündnisses mit der nationalistischen MHP 51 Prozent der Stimmen erreicht. Die drei größten Oppositionsparteien kamen ihr mit 47 Prozent bereits sehr nahe.

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