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Angriffspläne auf Syrien : Deutsche Politiker fordern Reaktionen auf türkische Kriegsspiele

Blick nach Syrien: Ein Bundeswehrsoldat im Süden der Türkei vor Patriot-Abwehrraktensystem Bild: AFP

Die türkische Regierung erwog, Syrien militärisch zu provozieren. An der Grenze zwischen den beiden Staaten sind deutsche Soldaten zum Schutz der Türkei stationiert. Das sei „vollkommen absurd“, sagen nun deutsche Politiker.

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          Erwägungen der türkischen Regierung, eine militärische Provokation zu fingieren und dann einen Angriff auf syrischem Territorium zu unternehmen sind von deutschen Politikern scharf kritisiert worden. „Die Nato soll diesen Vorgang aufklären. Ich erwarte außerdem, dass sich Erdogan deutlich von den Kriegsplanungen distanziert“, sagte Rainer Arnold, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Arnold fügte hinzu: „Wenn sich bestätigt, dass er sich damit auch nur beschäftigt hat, kann er für uns kein verlässlicher Partner mehr sein. Die Nato müsste dann mit Deutschland neu über den Sinn des Einsatzes an der Grenze zu Syrien nachdenken.“ „Was die türkische Regierung da geplant hat, ist absoluter Wahnsinn“, sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour . „Das ist nicht eine innertürkische, sondern eine internationale Angelegenheit“.

          Es sei „vollkommen absurd“, dass deutsche Soldaten die Türkei beschützten, „während der türkische Staat verschwörerisch plant, das eigene Territorium zu beschießen.“ Nouripour forderte von der Bundesregierung, sie müsse „Erdogan gegenüber klarmachen, dass sie dieses Spiel mit dem Feuer nicht akzeptieren kann.“

          Hingegen mahnte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Andreas Schockenhoff zur Besonnenheit. Schockenhoff sagte der F.A.S. über das heimlich mitgeschnittene Gespräch zwischen türkischen Regierungsmitgliedern, Militärs und dem Geheimdienstchef: „Man muss der Sache nachgehen, aber man darf jetzt auch nicht so tun, als ob das offizielles Regierungshandeln der Türkei wäre. Sonst kann im Zeitalter elektronischer Medien sehr leicht eine Provokation konstruiert und inszeniert werden. Den Vorgang muss man genau analysieren, abgewogen und verantwortungsvoll. Aber ich glaube nicht, als dass die Nato nun gefordert wäre.“

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