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Zwischenfall in der Ägäis : Türkei wirft Griechenland Beschuss eines Frachtschiffs vor

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Ein Schiff der griechischen Küstenwache nahe der Insel Samos in der Ostägäis (13. Juli 2022). Bild: AP

In der Ägäis soll türkischen Medienberichten zufolge die griechische Küstenwache Störfeuer auf ein türkisches Frachtschiff eröffnet haben. Das Ereignis reiht sich ein in eine Vielzahl von Vorfällen in der Region.

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          Die griechische Küstenwache hat türkischen Angaben zufolge in der Ägäis Störfeuer gegen ein Frachtschiff eröffnet. Das berichtete der türkische Staatssender TRT am Samstag unter Berufung auf ein Mitglied der türkischen Küstenwache. Demnach geriet das Schiff „Anatolian“ in internationalen Gewässern elf Seemeilen vor der türkischen Insel Bozcaada unter Beschuss. Die beiden beteiligten griechischen Schiffe hätten damit internationales Recht missachtet.

          Laut TRT seien die griechischen Schiffe weggefahren, als die türkische Küstenwache den Ort des Vorfalls erreichte. Der Sender veröffentlichte Aufnahmen, die den Beschuss zeigen sollen. Sie konnten nicht unabhängig überprüft werden.

          Die türkische Küstenwache eskortierte die „Anatolian“, die unter der Flagge der Komoren unterwegs ist. Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein, so die Nachrichtenagentur Anadolu. An Bord des Schiffes befanden sich 18 Besatzungsmitglieder, unter anderem aus der Türkei, Ägypten, Somalia und Aserbaidschan.

          Das Verhältnis der beiden NATO-Partner Griechenland und Türkei ist wegen einer Reihe von Konflikten auf einem Tiefpunkt. Die beiden Länder werfen sich gegenseitig Luftraumverletzungen vor. Die Türkei ist zudem verärgert über die Militarisierung griechischer Inseln in der Ostägäis. Darüber hinaus gibt es immer wieder Streit wegen türkischen Erdgasbohrungen im Mittelmeer.

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