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Interesse an Pesco-Projekt : Türkei will sich an EU-Verteidigungspolitik beteiligen

  • Aktualisiert am

Eine Kolonne türkischer Truppentransporter 2018 an der Grenze zu Syrien Bild: AP

Das Nato-Mitglied hat einen Antrag auf Mitarbeit an einem milliardenschweren Projekt zur Verbesserung der militärischen Mobilität gestellt – trotz angespannter Beziehungen zu Griechenland und Zypern.

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          Das NATO-Land Türkei will sich einem Medienbericht zufolge in der EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik einbringen. Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Diplomaten berichtet, beantragte Ankara beim niederländischen Verteidigungsministerium die Teilnahme an einem milliardenschweren Projekt zur Verbesserung der militärischen Mobilität im Rahmen der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (Pesco). Die Niederlande koordinieren das Projekt, dessen Ziel die Verbesserung von Truppen- und Materialtransporten in Europa ist.

          An dem Pesco-Projekt beteiligen sich insgesamt 24 EU-Staaten. Die EU-Verteidigungsminister hatten bei einem Treffen in Brüssel Anfang Mai zudem die Beteiligung der Drittstaaten USA, Kanada und Norwegen genehmigt. Mit Spannung wird laut „Welt am Sonntag“ nun erwartet, wie insbesondere die EU-Mitglieder Zypern und Griechenland auf den türkischen Antrag auf Mitarbeit reagieren. Beide Länder haben äußerst angespannte Beziehungen zu Ankara.

          „Wir hoffen, dass eine mögliche Mitarbeit der Türkei an Pesco nicht nur die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Nato verbessert, sondern auch zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Zypern beziehungsweise Griechenland führen kann“, hieß es dazu der Zeitung zufolge aus Diplomatenkreisen.

          Ziel von Pesco ist, die Handlungsfähigkeit der EU in der Sicherheits-und Verteidigungspolitik deutlich zu verbessern und sogenannte Fähigkeitslücken zu schließen. Die Verbesserung der militärischen Mobilität in Europa ist eines von derzeit insgesamt 46 Pesco-Projekten. Sechs der Projekte werden von Deutschland koordiniert.

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