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Soziale Medien in der Türkei : Von der Medienvielfalt ist nicht mehr viel übrig

Hat bald Kontrolle über fast alle Medien in der Türkei: Präsident Recep Tayyip Erdogan Bild: Getty

Erst hat Erdogan Zeitungen und Fernsehsender unter seine Kontrolle gebracht. Jetzt nimmt er sich die sozialen Medien vor – um deren „Sittenlosigkeit“ ein Ende zu setzen.

          3 Min.

          Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein Regierungsapparat bauen ihre Kontrolle über die Medien mit einem restriktiven Gesetz zu den sozialen Medien und Netzwerken weiter aus. Im vergangenen Jahrzehnt haben sie bereits, so Schätzungen von Medienfachleuten, 95 Prozent der klassischen Medien unter ihre Kontrolle gebracht. Von der einstigen Medienvielfalt der Türkei ist damit nur wenig übrig.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Bei den Fernsehkanälen senden alle bis auf Fox News die gleichen Inhalte mit vergleichbaren Kommentaren. Wer in den Zeitungen andere Themen lesen will als das, was die Regierung vorgibt, kann nur noch zu „Cumhuriyet“ und „Sözcü“ greifen. Die beiden Zeitungen kämpfen jedoch damit, dass sich die meisten Unternehmen scheuen, bei ihnen Anzeigen zu plazieren. Zudem sind in keinem anderen Land so viele Journalisten inhaftiert wie in der Türkei.

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