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Türkei und EU : Darum braucht Erdogan einen Anker in stürmischen Zeiten

Der türkische Präsident Erdogan im August vor der Hagia Sophia in Istanbul, die kurz zuvor in eine Moschee umgewandelt worden war Bild: Reuters

Der Druck auf die Türkei nimmt zu, mit ihrer Außenpolitik stößt sie an Grenzen. So sucht Erdogan wieder die Nähe zur Europäischen Union – um des Machterhalts willen. Deutschland versucht ihm dabei Brücken zu bauen.

          5 Min.

          Als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Dienstag in Brüssel beim Präsidenten des Europäischen Rates anrief, ging er rhetorisch einen Schritt auf die Europäische Union zu. Er wolle eine neue Seite in den Beziehungen mit der EU aufschlagen, und er sehe die Zukunft der Türkei in einer Zusammenarbeit mit der EU, sagte Erdogan laut einer Erklärung des türkischen Präsidialamts zu Charles Michel. Jeder positive Schritt sei ein „Gelegenheitsfenster“, um die Beziehungen vor einem Abgleiten in einen Teufelskreis zu bewahren, und so hoffe er auf einen Neustart in den Gesprächen auf der Grundlage gemeinsamer Interessen.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Das waren – vier Tage nach dem EU-Gipfel in Brüssel, bei dem die Staats- und Regierungschefs der Türkei wegen der Provokationen im östlichen Mittelmeer etwas konkreter mit Sanktionen gedroht hatten – neue Töne aus Ankara.

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          Danika Maia

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