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Syrien-Konflikt : Tausende Menschen nach türkischer Offensive auf der Flucht

  • Aktualisiert am

Tausende Zivilisten sind in Syrien entlang der türkischen Grenze auf der Flucht. Bild: AFP

In Syrien hat die türkische Armee eigenen Angaben zufolge bereits über 180 militärische Ziele angegriffen. Unterdessen verlassen Massen von Zivilisten die Städte im Norden des Landes.

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          Die Offensive türkischer Truppen auf Kurdengebiete in Nordsyrien hat nach Augenzeugenberichten die Flucht Tausender Menschen ausgelöst. Massen von Zivilisten würden die Stadt Tel Abyad, die auf der syrischen Seite der Grenze genau gegenüber der türkischen Stadt Akcakale liegt, verlassen, sagte ein Zeuge am Telefon. Von Akcakale aus sahen Reuters-Journalisten Einschläge in Tel Abyad. Mehrfach wurden Raketen von türkischer Seite aus auf die Stadt oder deren Umgebung abgeschossen. Per Tweet teilte der Sprecher der von Kurden dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mit, ein Bodenangriff der türkischen Armee sei abgewehrt worden.

          Auch aus der ebenfalls unmittelbar an der Landesgrenze gelegenen Stadt Ras al Ain flohen Tausende Menschen. Nach SDF-Angaben wurden bei Luftangriffen mindestens fünf Zivilisten und drei SDF-Kämpfer getötet, Dutzende Menschen seien verletzt worden.

          Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara vom Mittwoch hat die Armee insgesamt 181 militärische Ziele angegriffen. Die Attacken richteten sich vor allem gegen die Kurdenmiliz YPG, die die Türkei als terroristisch einstuft. Ein hochrangiges Mitglied der YPG räumte gegenüber Reuters die militärische Unterlegenheit ein. „Die YPG hat keine schweren Waffen, die nützlich gegen türkische Panzer oder Kampfjets sein könnten“, sagte der Mann, der namentlich nicht genannt werden wollte.

          Die Arabische Liga hat für Samstag auf ägyptischen Wunsch einen Krisengipfel einberufen. Das Außenministerium in Kairo hatte die Türksiche Aggression „in allerschärfster Form“ verurteilt. Liga-Sekretär Hossam Zaki erklärte, die türkische Intervention sei ein unannehmbarer Angriff auf ein Mitglied der Vereinigung.

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