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Hagia Sophia-Entscheidung : Erdogans identitärer Populismus

Die Hagia Sophia in Istanbul Bild: dpa

Es sollte, wie immer, nach einem Akt der Stärke aussehen. Aber die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee offenbart vor allem, dass der türkische Präsident in Bedrängnis ist.

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          Die Rückumwandlung der Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee ist nicht ein Zeichen der Stärke des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, sondern ein Zeichen seiner Schwäche. Zwar hat er sich auch bei dieser Aktion als der inszeniert, der in der Türkei entscheidet. Er hätte die Änderung des Status der Hagia Sophia aber nicht veranlasst, wäre er nicht in Bedrängnis.

          Noch vor 15 Monaten hatte er noch davon abgeraten und seine Anhänger vor den politischen Kosten gewarnt, die eine Umwandlung mit sich bringen könne. Folgen könne sie für die vielen tausend türkischen Moscheen in der Welt haben, sagte er.

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