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Fall Kavala : Erdogan strauchelt und lenkt ab

Präsident Erdogan Bild: Reuters

Mit der drohenden Ausweisung von zehn Botschaftern will der türkische Präsident von seiner sinkenden Popularität ablenken. Doch die Unzufriedenheit mit Recep Tayyip Erdogan und der AKP wächst immer weiter.

          7 Min.

          Auf keinen anderen Namen reagiert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan so allergisch wie auf Osman Kavala. Seit Jahren macht er den Kulturmäzen zur türkischen Folie von George Soros. Osman Kavala ist für Erdogan der Beweis dafür, dass es in der Welt eine Verschwörung gegen ihn geben muss, gegen ihn, den Schöpfer der „Neuen Türkei“, der er immer wieder zu sein beansprucht.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Erst hatte Erdogan behauptet, der reiche Unternehmer, Kulturmäzen und Philanthrop Kavala habe die Gezi-Proteste von 2013 finanziert. Von diesem Vorwurf wurde Kavala freigesprochen. Bevor er aber auf freien Fuß gesetzt werden konnte, schob die türkische Führung eine zweite unbewiesene und ebenso absurde Behauptung nach: Wenn er nicht der Mann hinter den Protesten von 2013 gewesen ist, dann muss er eben hinter dem Putschversuch von 2016 gesteckt haben. Und so ist Kavala seit vier Jahren ohne Urteil in Haft.

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