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Seit Armenier-Resolution : Deutscher Botschafter in Ankara kaltgestellt

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Martin Erdmann war von 2015 bis Juli 2020 deutscher Botschafter in der Türkei. Bild: dpa

Der diplomatische Streit mit der Türkei wegen der Armenier-Resolution im Bundestag eskaliert immer mehr: Der deutsche Botschafter in Ankara, Martin Erdmann, hat keinen Zugang mehr zur türkischen Regierung.

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          Seit der Völkermord-Resolution des Bundestags zu den Massakern an den Armeniern empfängt die türkische Regierung den deutschen Botschafter in Ankara nicht mehr. Botschafter Martin Erdmann bekomme seit dem Bundestagsbeschluss am 2. Juni keine Termine im Außenministerium oder in anderen Regierungsstellen mehr, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Ankara. Anfragen würden nicht beantwortet.

          Deutsche Diplomaten unterhalb der Botschafterebene erhielten zwar gelegentlich noch Termine. Außenminister Mevlüt Cavusoglu persönlich müsse aber jedes einzelne Treffen billigen.

          Die Armenier-Resolution hat zu einem schweren Zerwürfnis zwischen Deutschland und der Türkei geführt. Die Staatsführung in Ankara kündigte einen „Aktionsplan“ an. Einem Staatssekretär des Bundesverteidigungsministeriums und Parlamentariern verweigerte die türkische Regierung danach einen Besuch der Bundeswehr-Soldaten auf dem Stützpunkt Incirlik.

          Eine weitere Reise von Abgeordneten des Verteidigungsausschusses nach Incirlik ist für den Herbst geplant, von der türkischen Seite bislang aber nicht genehmigt worden.

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