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Türkei bombardiert PKK-Stellungen : Öl ins Feuer

Die Türkei verhält sich gegen den „Islamischen Staat“ weiter passiv und stößt damit ihre Verbündeten vor den Kopf. Das hat Folgen für die innere Stabilität.

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          Anstatt zu löschen, gießt die Türkei weiter Öl ins Feuer. So verweigert sie dem amerikanischen Bündnispartner noch immer die Benutzung des Luftwaffenstützpunkts Incirlik, was nur dem „Islamischen Staat“ nutzt. Denn die amerikanischen Flugzeuge verlieren auf dem langen Anflug vom Persischen Golf weiter wertvolle Zeit, bevor sie die Stellungen des IS bombardieren können.

          In der Türkei selbst bedarf es nur noch eines Streichholzes, um einen Großbrand zu entfachen. Nicht nur im kurdischen Südosten kommt es nachts zu Auseinandersetzungen zwischen sunnitischen Extremisten und Kurden. Auch in Istanbul finden bereits Übergriffe statt.

          Und am selben Tag, an dem die Bombardierung eines unbedeutenden Lagers der PKK im Grenzgebiet zum Irak durch die türkische Luftwaffen bekannt wurde, gab der Präsident von Irakisch-Kurdistan bekannt, er habe im August beim Ansturm des „Islamischen Staats“ umgehend türkische Waffen bekommen.

          Die aber werden den belagerten Kurden von Kobane verweigert. Diese zwiespältige Politik spaltet die Türkei immer tiefer.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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