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Schon Ende Juni : Neuwahl in Griechenland

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Ministerpräsident Alexis Tsipras Bild: dpa

Weil seine Regierungspartei Syriza bei der Europawahl schlecht abgeschnitten hat, geht Ministerpräsident Alexis Tsipras in die Offensive: Im Juni soll ein neues Parlament bestimmt werden.

          Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat angekündigt, die Parlamentswahl vorzuziehen. Grund dafür sei das schlechte Abschneiden seiner linken Regierungspartei Syriza bei der Europawahl, sagte Tsipras bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend in Athen. Statt wie ursprünglich vorgesehen im Oktober könnten die Wahlen damit bereits Ende Juni stattfinden.

          Die Oppositionspartei Nea Dimokratia war ersten Prognosen zufolge stärkste Kraft bei der Europawahl in Griechenland geworden. Die Konservativen können mit 32 bis 36 Prozent der Stimmen rechnen, zeigt die gemeinsam von fünf Privatsendern in Auftrag gegebene Prognose. Die regierende Syriza-Partei von Tsipras kommt demnach lediglich auf 25 bis 29 Prozent.

          „Zum Wohle des Landes zurücktreten“

          Tsipras hatte die Möglichkeit einer Neuwahl bereits zuvor angedeutet. Auch der Nea-Demokratia-Vorsitzende Kyriakos Mitsotakis forderte: „Griechenland braucht eine neue Regierung.“ Das Volk habe Tsipras‘ Mannschaft das Vertrauen entzogen, sagte Mitsotakis. „Der Regierungschef muss die Verantwortung übernehmen, er muss zum Wohle des Landes zurücktreten.“

          Die sozialdemokratische Bewegung der Veränderung (Kinal) kam der Nachwahlbefragung zufolge auf 7,7 Prozent, gefolgt von der kommunistischen Partei KKE mit 5,5 Prozent. Die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte verloren Wähler an eine neue nationalistische Partei, Griechische Lösung, und fielen auf 4,5 Prozent.

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