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Konflikt um Tiktok : Trumps persönlicher Feldzug

  • -Aktualisiert am

Mitten im amerikanisch-chinesischen Getümmel: TikTok Bild: Reuters

Und wieder hat es Donald Trump geschafft. Er zieht gegen Tiktok zu Felde, auch aus persönlichen Gründen. Und China gibt sich staatsmännisch. Dabei könnte an Trumps Vorwürfen durchaus etwas dran sein.

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          Donald Trump mag Superlative. Jetzt hat der Immobilienkaufmann aus New York und derzeitige Bewohner des Weißen Hauses in Washington wieder etwas geschafft, was ihm so leicht niemand nachmacht. Mit seinem blindwütigen Feldzug gegen die chinesische Videoplattform Tiktok hat er die Pekinger Regierung in die angenehme Lage versetzt, vor aller Welt als Verteidigerin von Unternehmensrechten aufzutreten.

          China werde den „Diebstahl“ eines der Vorzeigeunternehmen des Landes niemals zulassen, heißt es aus Peking. Außerdem habe China Möglichkeiten, Vergeltung für das amerikanische Vorgehen zu üben, heißt es drohend.

          Man fragt sich, wohin dieser Krieg der Worte noch führen soll. In eine wirtschaftlich gedeihliche Zukunft vermutlich nicht, denn der amerikanische Präsident will den eigenen Markt offensichtlich abschotten. Er verhält sich also geradezu chinesisch. Aber ordnungspolitische Argumente helfen in diesem Fall nicht weiter.

          Trump hat vielmehr mit Tiktok noch eine persönliche Rechnung offen, war doch mit Hilfe der Plattform die Beteiligung bei einer Wahlkampfveranstaltung niedrig gehalten worden. Das erklärt vieles.

          Dahinter tritt völlig zurück, was Trump Tiktoks Mutterkonzern vorwirft, dass nämlich Nutzerdaten an staatliche chinesische Stellen weitergegeben werden. Der Vorwurf ist keineswegs abwegig. Aber mit der Art seines Vorgehens wird Trump die Weltmeinung nicht für sich gewinnen. Das müsste er aber.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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