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Wegen Trumps Kürzungen : Der UN geht in Gaza das Geld aus

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Im Gazastreifen könnte sich die humanitäre Lage wegen Engpässen etwa bei Arzneimitteln zuspitzen. Bild: dpa

Die Kürzungen der amerikanischen Regierung für die UN-Zahlungen an die Palästinenser haben jetzt schon Folgen: Im Gazastreifen werden die Medikamente knapp. Die Vereinten Nationen warnen.

          Den Vereinten Nationen geht das Geld für Hilfsleistungen an Menschen im Gazastreifen aus. Die Mittel für die Treibstoffhilfen an rund 250 Einrichtungen in dem Palästinensergebiet wie etwa Krankenhäuser und Wasserwerke seien aufgebraucht, sagte UN-Untergeneralsekretärin Rosemary Di Carlo am Mittwoch vor dem Sicherheitsrat in New York. Sie bat um 4,5 Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro), um die Energiebeihilfen bis Jahresende zu finanzieren.

          Besorgt zeigte sich Di Carlo auch über die schwindenden Reserven an Arzneien im Gazastreifen. Die Lagerbestände seien um 40 Prozent gesunken, was zu einem „gefährlichen Engpass“ führe, warnte die UN-Vertreterin.

          Im Januar hatte die amerikanische Regierung ihre Zahlungen für das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) dramatisch gekürzt. In diesem Jahr soll es nur 60 Millionen Dollar (48 Millionen Euro) erhalten – nach 360 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Washington will nach Worten von Präsident Donald Trump so lange Hilfen für die Palästinenser zurückhalten, wie diese nicht zu Friedensgesprächen mit Israel bereit seien. Andere Länder hatten daraufhin höhere Zahlungen angekündigt.

          Am Wochenende hatte Generalsekretär António Guterres angekündigt, mehr Beobachter nach Israel und die Palästinensergebiete schicken zu wollen. Er hatte in einem Bericht zudem vier Optionen genannt, mit denen der Schutz der Palästinenser verbessert werden soll.

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