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Trumps Kabinett : Wird ein Ölmanager Außenminister?

  • Aktualisiert am

Rex Tillerson, Chef des Ölriesen Exxon, könnte amerikanischer Außenminister werden Bild: Reuters

Rudi Giuliani wollte Außenminister werden, doch Trump sagte dem einstigen New Yorker Bürgermeister ab. Favorit für den wichtigen Posten soll nun der Chef des Mineralölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, sein.

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          New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani ist aus dem Rennen um das Amt des amerikanischen Außenministers ausgeschieden. Giuliani habe bereits Ende November seinen Namen von der Liste streichen lassen, erklärte der designierte Präsident Donald Trump am Freitag.

          Donald Trump und Rudy Giuliani bei einem Treffen in Trumps Golfclub im November 2016.

          Giuliani (72) war im Wahlkampf einer der lautstärksten Unterstützer Trumps gewesen. Dieser lobte ihn in der Mitteilung in den höchsten Tönen. Trump erklärte, er könne sich zu einem späteren Zeitpunkt einen wichtigen Regierungsposten für Giuliani vorstellen. Giuliani selbst ließ erklären, er werde nun mit noch größerem Enthusiasmus in seine Anwalts- und Beratungsfirma zurückkehren.

          Anders als bei anderen Kabinettsentscheidungen belohnt Trump damit einen Gefolgsmann nicht für dessen ausdrückliche Loyalität. Medienberichten zufolge hat Trump geärgert, dass Giuliani das Amt des Außenministers zu öffentlich für sich reklamiert habe. Er sei eigentlich Favorit für die Position gewesen.

          Mehrere amerikanische Medien berichteten, für den Posten des Chefdiplomaten würden noch mehrere Namen gehandelt: Mitt Romney (69, Ex-Gouverneur von Massachusetts), David Petraeus (64, Ex-CIA-Direktor) und Ex-Admiral James Stavridis (61). CNN berichtete allerdings, Favorit sei der Präsident und Geschäftsführer des Mineralölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson.

          Bilderstrecke

          Tillerson (64) hat enge Verbindungen nach Russland und auch persönlich zu Präsident Wladimir Putin. ExxonMobil bohrt und forscht auf allen Kontinenten und unterhält Operationen in 50 Ländern. Diplomatische Erfahrungen Tillersons sind nicht hinterlegt.

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