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Laut neuem Buch : Trump wollte Infizierte angeblich nach Guantánamo schicken

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Eine Herausforderung für seine Berater: Donald Trump im Februar 2021 Bild: dpa

Reiserückkehrer ins Gefangenenlager? Zwei Mitarbeiter der Washington Post haben die Pandemie-Politik des früheren Präsidenten rekonstruiert. Was sie schreiben, ist nicht gerade schmeichelhaft.

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          Der damalige amerikanische Präsident Donald Trump soll einem Buch zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie erwogen haben, infizierte Landsleute nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne nach Guantánamo zu schicken. Das berichtete die Washington Post am Montag unter Berufung auf das noch unveröffentlichte Buch „Alptraum-Szenario: Die Reaktion der Trump-Regierung auf die Pandemie, die die Geschichte verändert hat“, das zwei Mitarbeiter der Zeitung geschrieben haben. In Guantánamo Bay auf Kuba betreiben die USA einen Militärstützpunkt mit einem berüchtigten Gefangenenlager.

          „Haben wir keine Insel, die wir besitzen?“, soll Trump im Februar 2020 im Weißen Haus gefragt haben, bevor sich das Virus rasant in den Vereinigten Staaten ausbreitete. Und dann: „Was ist mit Guantánamo?“ Trumps Berater waren laut Washington Post fassungslos. Letztlich sei die Idee verworfen worden, weil sich die Berater über die öffentliche Reaktion gesorgt hätten, wären Urlaubsrückkehrer auf demselben Stützpunkt untergebracht worden wie Terrorverdächtige.

          Die Zeitung berichtete weiter, Trump habe sich im März 2020 bei seinem Gesundheitsminister Alex Azar darüber beklagt, dass die Bundesregierung die Federführung bei den Corona-Tests übernommen hatte. Trump soll gesagt haben: „Ich werde die Wahl wegen der Tests verlieren! Welcher Idiot ließ die Bundesregierung Tests ausführen?“. Azar habe ihn dann darauf hingewiesen, dass sein Schwiegersohn Jared Kushner die Initiative übernommen habe. Das Buch der Autoren Yasmeen Abutaleb und Damian Paletta soll am 29. Juni erscheinen.

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