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Eskalation am Golf : Trump will Iran-Sanktionen „bedeutend verschärfen“

Der amerikanische Präsident Donald Trump am Dienstag in Albuquerque, New Mexico Bild: AFP

Der amerikanische Präsident reagiert auf die Attacke gegen saudische Ölanlagen. Iran weist jede Beteiligung daran zurück. Washington und Riad wollen genau dafür jedoch heute Beweise vorlegen.

  • Aktualisiert am
          2 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump will die Sanktionen gegen Iran „bedeutend verschärfen“. Er habe Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, das in die Wege zu leiten, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Hintergrund ist der Angriff auf saudi-arabische Ölanlangen.

          In einem offiziellen Schreiben an die Vereinigten Staaten wies das iranische Außenministerium jegliche Beteiligung daran zurück. „Iran hat mit dem Angriff nichts zu tun“, heißt es in dem Brief, der den Vereinigten Staaten über die Schweizer Botschaft in Teheran zugestellt wurde. Die Schweiz vertritt in Iran die diplomatischen Interessen Washingtons. „Falls gegen Iran eine (Militär-)Aktion ausgeübt werden sollte, werden wir die umgehend erwidern, und die Dimension wäre nicht begrenzt“, heißt es in dem Schreiben, aus dem die Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch zitierte. Es soll der Schweizer Botschaft schon am Montag übergeben worden sein.

          „Amerika schickt Schießpulver“

          Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten verstärken unterdessen ihre Vorwürfe. Es sei so gut wie sicher, dass Iran die Attacken unterstützt habe, sagte der saudiarabische Botschafter in London, Prinz Chalid bin Bander, am Mittwoch der BBC. Die Führung in Riad kündigte an, am Nachmittag konkrete Belege vorzulegen, die „eine Verwicklung des iranischen Regimes in den Terrorangriff beweisen“. Dazu wurde eine Pressekonferenz angesetzt. Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo wurde in der Hafenstadt Dschidda erwartet. Dort sollte er mit Kronprinz Mohammed bin Salman Bemühungen gegen „die iranische Aggression in der Region“ koordinieren.

          Am vergangenen Samstag wurden saudische Ölanlagen aus der Luft angegriffen und in Brand gesetzt. Die Houthi-Rebellen im Jemen, die in dem Land immer wieder von der saudischen Luftwaffe attackiert werden, bekannten sich zu den Angriffen. Die Vereinigten Staaten bezichtigen aber Iran.

          Auch Präsident Hassan Rohani bestritt am Mittwoch jede iranische Beteiligung an den Angriffen. Die Unterstellungen der Vereinigten Staaten seien absurd und auch für die internationale Gemeinschaft unglaubwürdig. „Neben den politischen und wirtschaftlichen Sanktionen kommen die Vereinigten Staaten nun auch mit Unterstellungen gegen Iran“, fügte Rohani hinzu. Die Amerikaner schicken nach den Worten Rohanis „Schießpulver“ in die Region und machten dann andere Länder dafür verantwortlich, wenn es knallt. Die Jemeniten hätten das legitime Recht, sich gegen die Vernichtung ihres Landes zu wehren – und als Warnung auch industrielle Ziele anzugreifen. „Diese Warnungen sollten ernst genommen und das Kriegsfeuer in Jemen sollte ein für allemal gelöscht werden“, sagte Rohani weiter.

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