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Rechtskonservativen-Treffen : Trump wettert gegen Transgender-Aufklärung

  • Aktualisiert am

Der frühere US-Präsident Donald Trump in Texas Bild: AFP

Der frühere US-Präsident macht in Texas Stimmung gegen Schulunterricht über sexuelle Minderheiten. „Unangemessene Inhalte“ sollten landesweit verboten werden, fordert der 76-Jährige.

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          Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat wegen des Streits um sexuelle Aufklärung an Schulen die Abschaffung des Bildungsministerium gefordert. „Wir sollten das Bildungsministerium abschaffen“, sagte Trump am Samstag auf einer Konferenz Rechtskonservativer in Dallas im US-Bundesstaat Texas. Das Publikum brach daraufhin in Jubel aus. Im ganzen Land müsse es strenge Verbote für die Vermittlung „unangemessener“ Inhalte an Schulkinder geben, sagte der 76-Jährige. „Kein Lehrer sollte unseren Kindern ohne elterliche Zustimmung etwas über Transgender beibringen dürfen“, sagte Trump.

          Erst vor einigen Woche hatte sich Trumps damalige Bildungsministerin ähnlich geäußert. Das Bildungsministerium sollte nicht existieren, hatte Betsy Devos gesagt. Die milliardenschwere Unternehmerin aus Michigan hatte während ihrer Zeit in der Regierung vor allem daran gearbeitet, den Einfluss des Ministeriums soweit wie möglich zu reduzieren.

          In zahlreichen Bundesstaaten haben die Republikaner zuletzt die Rechte der LGBTQI-Gemeinschaft eingeschränkt. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen. Ein viel kritisiertes Schulgesetz aus dem US-Bundesstaat Florida verbietet die Themen „sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität“ vom Kindergarten bis zur dritten Klasse und schränkt diese für ältere Schüler ein.

          Trump sprach – wie bereits in der Vergangenheit – als Hauptredner bei der „Conservative Political Action Conference“. Es ist eine Art Sammelbecken für Trump-Anhänger, die religiöse Rechte und Verschwörungstheoretiker. Trump wiederholte in seiner zweistündigen Rede vor rund 1000 Menschen Altbekanntes. Den meisten Applaus bekam er bei Themen wie Bildung, Migration oder als er seine Lüge vom Wahlbetrug wiederholte. Trump kokettierte abermals damit, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 noch einmal anzutreten – verkündete aber nicht seine Kandidatur.

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