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Trump und Iran : Wieder ein Pyrrhussieg?

Antiamerikanische Proteste in Teheran nach der Tötung Qassem Soleimanis. Bild: EPA

Der Tod von General Soleimani schwächt die Islamische Republik empfindlich. Aber am Ende könnte Iran im Konflikt mit den Vereinigten Staaten als Sieger dastehen.

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          Nach Revolutionsführer Chamenei war General Soleimani der zweitwichtigste Repräsentant der Islamischen Republik Iran. Daheim in Teheran mögen andere einen höheren formalen Rang als Soleimani gehabt haben. Aber er war der Stratege und Kommandeur, der Irans Macht und Einfluss in der Region seit 2003 in einem Maße ausgebaut hat, wie es sich die Revolutionäre von 1979 nur erträumen konnten. So ist Chamenei der religiöse und politische Führer dieser neuen schiitischen Internationalen, und Soleimani, Chameneis enger Vertrauter, war ihr militärischer Führer.

          Der Tod Soleimanis schwächt die Islamische Republik empfindlich, zudem stellt er die Glaubwürdigkeit Chameneis in Frage. Denn der hatte den amerikanischen Präsidenten Donald Trump noch Ende Dezember wissen lassen, dass die Vereinigten Staaten Iran nichts anhaben könnten. Wenn Chamenei nun mit einer „schweren Vergeltung“ droht, darf dies nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

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