https://www.faz.net/-gpf-9iaxq

Wegen Militärausgaben : Trump schießt gegen Europa

  • Aktualisiert am

Will, dass die Verbündeten mehr zahlen: Donald Trump Bild: AP

Für den amerikanischen Präsidenten kommt „Amerika zuerst“ – seine Abneigung selbst gegenüber engen Partnern hat er dagegen schon öfter gezeigt. Diesmal trifft es die Europäer.

          Donald Trump hat kein Problem damit, in Europa unbeliebt zu sein – im Gegenteil: Auf einer Kabinettssitzung sagte der amerikanische Präsident am Mittwoch sogar, er würde seinen Job nicht ordentlich machen, wenn er auf dem alten Kontinent beliebt wäre. Dabei unterstrich er seine „Amerika zuerst“-Einstellung. „Ich kümmere mich nicht um Europa“, sagte Trump auf der Sitzung. „Ich wurde nicht von Europäern gewählt, ich wurde von Amerikanern gewählt.“ Also müsse er deren Interessen vertreten.

          Wie schon öfter ging es bei der Kritik an den europäischen Partnern darum, dass diese durch ihre niedrigen Militärausgaben die amerikanischen Verbündeten ausnutzten. Laut einem Nato-Beschluss aus dem Jahr 2014 sollen die Mitglieder des transatlantischen Bündnisses bis 2024 anstreben, den Anteil ihrer Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, wovon unter anderem Deutschland weit entfernt ist.

          „Deutschland bezahlt ein Prozent“

          „Deutschland bezahlt ein Prozent“, sagte Trump. „Sie sollten vier Prozent bezahlen, aber sie bezahlen nur ein Prozent.“ Selbst Kanzlerin Angela Merkel sei überrascht, dass das Thema nicht schon früher von seinen Amtsvorgängern angesprochen worden sei. Doch auch für andere Länder gelte die Kritik. Deshalb erneuerte der amerikanische Präsident auf dem Kabinettstreffen seine Forderung: „Ich will, dass Europa zahlt.“

          Weitere Themen

          Tausende protestieren in Hongkong Video-Seite öffnen

          Gegen Abschiebungsgesetz : Tausende protestieren in Hongkong

          In Hong Kong protestierten Tausende vor ausländischen Botschaften. Sie hoffen, dass sich ausländische Regierungen auf dem G20 Gipfel gegen das geplante Auslieferungsgesetz aussprechen.

          Startschuss für Wahlkampf der Demokraten Video-Seite öffnen

          Trump findet es „langweilig“ : Startschuss für Wahlkampf der Demokraten

          Die erste Hälfte des Teilnehmerfelds für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hat den Stratschuss für die TV-Debatten gegeben. Aufgrund des großen Anzahl an Kandidaten, muss die Gruppe aufgeteilt werden US-Präsident Trump kommentierte die Debatte auf Twitter.

          Topmeldungen

          Müssen sie bald zum Hautarzt? Bauarbeiter in einer S-Bahn Baustelle in Frankfurt

          Arbeitnehmerschutz : Baustopp droht wegen zu viel Sonne

          Bis zu 2,4 Millionen Beschäftigte, die im Freien arbeiten, müssen womöglich kurzfristig zur Vorsorge zum Hautarzt. Das hätte ernste Folgen fürs Handwerk und den Baubetrieb.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.