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Angriffe aus Iran gesteuert? : Trump schickt seinen Außenminister nach Saudi-Arabien

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Etwa 160 Kilometer von der saudischen Hauptstadt entfernt: das Ölfeld Khurais Bild: dpa

Angeblich wurden Raketen und Drohnen für den Angriff auf Saudi-Arabien von iranischem Boden aus gestartet. Damit sie nicht auf dem Radar auftauchten, seien sie eine ungewöhnliche Route geflogen.

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          Nach den Luftangriffen auf Öl-Anlagen wird der amerikanische Außenminister Mike Pompeo an diesem Mittwoch in Saudi-Arabien erwartet. Das Außenministerium in Washington teilte mit, Pompeo werde in der Hafenstadt Dschidda mit dem saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman über die jüngsten Angriffe sprechen. Pompeo werde außerdem „Bemühungen koordinieren, der iranischen Aggression in der Region entgegenzuwirken“. Der Minister werde dann weiter nach Abu Dhabi reisen, um mit dem Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan, über „regionale und bilaterale Angelegenheiten“ zu diskutieren.

          Vizepräsident Mike Pence sagte, es sehe danach aus, dass der Iran der Urheber der Angriffe gewesen sei. Die Geheimdienste überprüften entsprechende Hinweise. „Wir beraten mit unseren Verbündeten, und der Präsident wird in den kommenden Tagen die beste Vorgehensweise bestimmen.“

          Die Angriffe auf die Anlagen des saudi-arabischen Staatskonzerns Aramco wurden „sehr wahrscheinlich“ von iranischem Boden aus getätigt, berichtet der amerikanische Sender „CNN“ unter Berufung auf Quellen amerikanischer und saudischer Ermittler. Die Angreifer hätten demnach am vergangenen Samstag Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt, welche aus Norden in Richtung der Öl-Anlagen flogen, heißt es weiter.

          Angeblich über Kuweit geflogen

          Dabei seien sie über den südlichen Irak und Kuweit gesteuert worden, bevor sie auf ihr Ziel trafen. Kuweit bestätigte, Ermittlungen aufgenommen zu haben, nachdem dort Raketen gesichtet wurden. Die Raketen sollen ganz bewusst nicht über den Persischen Golf gesteuert worden sein, um nicht auf dem Radar der Amerikaner und Saudis zu erscheinen.

          Weder das amerikanische Außenministerium noch Teheran haben sich bisher zu den neuen Entwicklungen geäußert. Die amerikanische Regierung hatte jedoch bereits in den vergangenen Tagen Iran verdächtigt, hinter den Angriffen zu stecken. Zuvor hatten sich die Houthi-Rebellen aus dem Jemen zu den Attacken bekannt, die von Iran unterstützt werden.

          Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP soll ein amerikanischer Regierungsmitarbeiter bestätigt haben, dass Washington weiterhin Beweismaterial zu den Angriffen zusammen trägt. Dieses solle der internationalen Gemeinschaft und besonders den europäischen Verbündeten in der kommenden Woche am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York vorgelegt werden.

          Zu einem Treffen von Präsident Donald Trump und dem iranischen Staatschef Hassan Rohani wird es dabei wohl nicht kommen. „Ich schließe nie etwas aus, aber ich ziehe es vor, ihn nicht zu treffen“, sagte Trump am Dienstag während eines Besuchs in Kalifornien.

          Noch bevor Trump sein Desinteresse an einem solchen Treffen bekundete, hatte allerdings bereits Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei „jegliche Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten“ ausgeschlossen.

          Trump betonte, er wolle keinen Krieg mit Iran. Er sei aber bereit, Saudi-Arabien zu unterstützen. Zunächst wolle er eine endgültige Prüfung abwarten. Er sei nicht darauf aus, in einen „neuen Konflikt zu geraten“, aber manchmal müsse es sein.

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