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Atomprogramm : Trump: Nordkorea kann Amerika nicht treffen

  • Aktualisiert am

Donald Trump zeigt keine Angst vor Nordkorea. Bild: AP

Nordkorea will eine Rakete testen, die Amerika treffen könnte. Der künftige amerikanische Präsident gibt sich gelassen. Führende Wissenschaftler appellieren an ihn, es auch beim Atom-Abkommen mit Iran zu sein.

          Der künftige amerikanische Präsident Donald Trump sieht im nordkoreanischen Atomprogramm keine Gefahr für sein Land. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: „Nordkorea hat gerade verkündet, die Endphase der Entwicklung einer Atomwaffe erreicht zu haben, die Teile der Vereinigte Staaten erreichen kann. Das wird nicht passieren!“

          Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte in seiner Neujahrsansprache am Sonntag gesagt, in naher Zukunft eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete testen zu lassen. Wann genau der Versuch erfolgen soll, blieb unklar. Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms international isoliert.

          Trump kritisierte darüber hinaus China. Das Land habe große Beträge an Geld und Vermögen von den Vereinigten Staaten durch einen „komplett einseitigen Handel erworben, aber will uns bei Nordkorea nicht helfen. Nett!“

          Unterdessen befürchten namhafte Wissenschaftler eine nukleare Bewaffnung des Iran, sollte Trump das Atom-Abkommen mit dem Staat aufkündigen. Sie fordern den künftigen Präsidenten dazu auf, an dem Vertrag festzuhalten. Wie die "New York Times" berichtet, bezeichnen die Unterzeichner des Briefes die Vereinbarung als "ein Bollwerk" gegen Irans Bemühungen, eigene Atomwaffen zu bauen. "Wir fordern Sie auf, dieses entscheidende strategische Element der Vereinigten Staaten zu bewahren," heißt es demnach in dem Schreiben.

          Unter den 37 Unterzeichnern befinden sich mehrere Nobelpreisträger, ehemalige wissenschaftliche Berater des Weißen Hauses und frühere Hersteller von Nuklearwaffen.

          Trump hatte sich im Wahlkampf das Abkommen mit dem Iran mehrfach kritisiert. In einer Rede nannte es unter  „den schlechtesten Deal, der jemals verhandelt wurde.“ Das Abkommen sieht vor, dass die internationalen Sanktionen aufgehoben werden, wenn Teheran und unter anderem 95 Prozent seines angereicherten Urans beseitigt. Zudem erhält Iran den Zugriff Vermögen, das auf ausländischen Banken eingefroren worden war.

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