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Anschlag in Pittsburgh : Trump macht Medien für Stimmung im Land verantwortlich

  • Aktualisiert am

Trump zeigt auf die Medien – sie seien für die Stimmung im Land verantwortlich. Bild: AP

Nach der Serie von Briefbomben und dem Attentat von Pittsburgh schießt Präsident Trump abermals gegen die Medien. „Fake-News-Medien“ müssten aufhören mit „offener und offensichtlicher Feindseligkeit“.

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          Präsident Donald Trump wirft den Medien abermals vor, zur Verbreitung von Hass in der amerikanischen Gesellschaft beizutragen. „Es gibt große Wut in unserem Land, die teilweise verursacht ist durch fehlerhafte und sogar betrügerische Berichterstattung der Medien“, schrieb Trump am Montag bei Twitter.

          „Die Fake-News-Medien, die wahren Feinde des Volkes, müssen aufhören mit offener und offensichtlicher Feindseligkeit und richtig und fair berichten.“ Dies würde viel dabei helfen, etwas gegen Wut und Gewalttätigkeit zu tun und für Zusammenhalt und Frieden zu sorgen, schrieb Trump weiter. „Fake News müssen ein Ende haben!“

          Zwei schwere Gewaltausbrüche hatten die Vereinigten Staaten in den vergangenen Tagen aufgewühlt – nur wenige Tage vor den weichen stellenden Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten. Am Samstag hatte ein 46 Jahre alter Rechtsradikaler in der „Tree-of-Life“-Synagoge in Pittsburgh elf Menschen im Alter zwischen 50 und 97 Jahren erschossen. Es handelt sich nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu um das folgenschwerste antisemitische Verbrechen in der Geschichte von Amerika.

          Das Attentat von Pittsburgh kam nur wenige Tage, nachdem ein Verdächtiger gefasst worden war, der die Vereinigten Staaten mit dem Versand von Rohrbomben an prominente Oppositionspolitiker in Atem gehalten hatte.

          Die Vorfälle haben eine heftige Debatte über das politische Klima im Land ausgelöst. Trumps Gegner werfen dem Präsidenten vor, er trage mit seiner Rhetorik nicht nur zur Spaltung, sondern auch zur Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft bei. Trump wiederum gibt den Medien eine Mitschuld für die Entwicklung.

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