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Trump kritisiert Macron : „Niemand spricht für die Vereinigten Staaten“

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Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump im Juni 2019 in der Normandie. Bild: Reuters

Donald Trump wirft dem französischen Präsidenten vor, sich in die amerikanische Iran-Politik einzumischen. Macron hat zuvor signalisiert, dass er gern zwischen Washington und Teheran vermitteln würde.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgeworfen, sich in die Iran-Politik der Vereinigten Staaten einzumischen. „Ich weiß, dass es Emmanuel gut meint wie all die anderen, aber niemand spricht für die Vereinigten Staaten außer die Vereinigten Staaten selbst“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. „Niemand hat das Recht, uns auf irgendeine Weise zu bearbeiten, zu formen oder zu repräsentieren!“

          Trump hatte im Mai 2018 den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran verkündet. Er verfolgt seitdem eine Politik des maximalen Drucks gegen Teheran, seine Regierung verschärfte mehrfach die Sanktionen gegen Teheran. Frankreich hält aber wie Deutschland weiter an dem Atomabkommen mit Iran fest. Mit dem Zahlungsmechanismus Instex wollen die beiden Länder es europäischen Unternehmen ermöglichen, trotz der amerikanischen Sanktionen weiter Handel mit Iran zu treiben.

          Trump schrieb am Donnerstag auf Twitter, Iran befinde sich in „ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten“. „Sie wollen unbedingt mit den Vereinigten Staaten reden, aber bekommen widersprüchliche Signale von all denjenigen, die vorgeben, uns zu repräsentieren, darunter Frankreichs Präsident Macron.“ Der französische Staatschef tauscht sich regelmäßig mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani aus und hat deutlich signalisiert, dass er gern zwischen Washington und Teheran vermitteln würde.

          Im Zuge des Konflikts mit Iran gab es in den vergangenen Wochen wiederholt Spannungen und Zwischenfälle in der Golfregion. So beschlagnahmte Iran mehrere Öltanker in der strategisch bedeutenden Straße von Hormuz. Großbritannien hat die Bereitschaft signalisiert, sich den Vereinigten Staaten bei einer Militärmission am Persischen Golf anzuschließen, um Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu schützen. Andere europäische Länder wie Deutschland erteilten der Forderung der Vereinigten Staaten nach einer Beteiligung an einer solchen Mission jedoch eine Absage.

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