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Aussagen über Kriegsveteranen : Trump hat keinen Anstand

  • -Aktualisiert am

Lauter Verlierer? Amerikanischer Soldatenfriedhof in Frankreich Bild: AFP

Donald Trump nennt Gefallene „Verlierer“. Das passt zu einem Mann, der sich dem Militärdienst entzog – und von Anstand wohl noch nie etwas gehört hat.

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          Politiker sind auch nur Menschen. Und deshalb sagen sie, wie alle, zuweilen dumme, zuweilen empörende Dinge. Wenn sie dabei „erwischt“ werden, müssen sie allerdings die Größe haben, das Gesagte entweder zu verteidigen (wenn es aus innerer Überzeugung gekommen wäre) oder mit Bedauern zurückzunehmen.

          Nun hat aber noch niemand behauptet, Donald Trump sei ein Politiker. Aber die von vielen Seiten gegenüber vielen Journalisten bestätigte Äußerung über gefallene amerikanische Soldaten als „Verlierer“ hätte er natürlich trotzdem zurücknehmen können. Eine Erklärung für einen sprachlichen Lapsus hätte sich sicher gefunden.

          Aber Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn er so etwas auch nur ins Auge fasste. Die Äußerung passt zu Trump, der schon im Wahlkampf 2016 meinte, ein Mann wie Senator McCain sei kein Kriegsheld, weil er sich habe gefangen nehmen lassen.

          Man erinnere sich: Dem Dienst in dem Krieg, in dem McCain große Leiden ertragen musste, hatte sich ein gewisser Donald Trump irgendwie entzogen.

          Man muss wirklich nicht in die früher auch in Deutschland übliche Verklärung des Soldatentods einstimmen. Aber Ehrerbietung gegenüber Kriegsopfern gehört sich einfach. Und menschlich anständiges Verhalten lernt man in der Kindheit, oder eben nicht. Das ist eine der vielen Lücken bei dem Immobilienkaufmann aus New York, der niemanden außer sich selbst liebt und achtet.

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          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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