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Trump-Effekt : Zahl der Asylbewerber in Kanada drastisch gestiegen

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Asylsuchende warten auf ihre Aufnahme in ein kanadisches Camp nahe der Grenzstadt Lacolle. Bild: Reuters

Donald Trumps harte Einwanderungspolitik wirkt sich offenbar auf das Nachbarland aus: Seit dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten hat sich die Zahl der Asylsuchenden in Kanada verdreifacht.

          Seit der Amtsübernahme des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist die Zahl der Asylsuchenden im Nachbarland Kanada drastisch gestiegen. In den vergangenen zwei Jahren habe sich die Zahl der Asylsuchenden verdreifacht, heißt es in einem Bericht der kanadischen Statistikbehörde, der am Freitag (Ortszeit) veröffentlicht wurde. Demnach hatten 2015 noch 16.058 Menschen um Asyl gebeten, 2017 waren es bereits 50.389 und 2018 mehr als 55.000.

          Der höchste Monatswert wurde den Angaben zufolge im August 2017 mit 8801 Asylanträgen erreicht.  Die größte Gruppe der Asylsuchenden kam 2017 aus Haiti, gefolgt von Asylbewerbern aus Nigeria und aus den Vereinigten Staaten. Im Sommer 2017 waren tausende Haitianer aus den Vereinigten Staaten geflohen, bevor Trumps Regierung im November dieses Jahres den Menschen aus dem bitterarmen Karibikland einen vorübergehenden Schutzstatus entzog, den sie nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 zugestanden bekommen hatten.

          Laut einer Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada müssen Asylbewerber in dem Land ihren Antrag stellen, in dem sie zuerst ankommen. Dies kommt aber nicht bei Migranten zur Anwendung, die bei ihrer Einreise nach Kanada offizielle Grenzübergänge meiden.

          Von den 50.389 Asylanträgen aus dem Jahr 2017 wurden nach Angaben der Statistikbehörde 12.234 bewilligt und 10.930 abgelehnt. Bei den übrigen 27.225 Anträgen steht eine Entscheidung noch aus. Vor 2017 und 2018 waren die letzten Höchststände bei den Asylanträgen in Kanada 2001 mit 44.000 Anträgen und 2008 mit knapp 37.000 Anträgen erreicht worden.

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