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Trump, die WHO und China : Ein paar Tonlagen zu hoch

Trump nach der Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses am Dienstag. Bild: EPA

Donald Trump übt scharfe Kritik an der Weltgesundheitsorganisation und streicht ihr den Zuschuss. Den Präsidenten treiben innenpolitische Motive – aber nicht nur er ist irritiert über den Kurs der WHO gegenüber China.

          7 Min.

          Als Donald Trump am Dienstagabend in den Rosengarten des Weißen Hauses trat, musste er einiges von dem geraderücken, was er am Vortag in seinem Corona-Briefing gesagt hatte. Da Zurückrudern nicht zu seinen Stärken zählt, suchte er Ablenkung. Dass er als Präsident allein über die Lockerung der Corona-Beschränkungen bestimmen könne und die Bundesstaaten ihm dabei zu folgen hätten, war selbst bei einigen Republikanern nicht gut angekommen. Und so wiederholte Trump die Ausführungen über seine „allumfassende Macht“ nicht.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Im Gegenteil: Nun sagte er, die Gouverneure seien in Verantwortung. Er erwarte von ihnen einen Plan, wie sie die Wirtschaft wieder zu öffnen gedenken. Und natürlich gehe es ihm hauptsächlich um jene zwanzig Bundesstaaten, in denen die Pandemie einigermaßen unter Kontrolle sei – also um jene Regionen, die selbst möglichst bald die „Social Distancing“-Richtlinien loswerden wollen. Freilich fügte Trump hinzu, man werde sich die Pläne der Bundesstaaten genau anschauen. Aber das konnte nicht überdecken, dass er den Mund zu voll genommen hatte.

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