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Trotz Russland-Krise : Nato-Staaten verringern Militärausgaben

  • Aktualisiert am

Dänische Panzer bei einer Militärübung in Polen Bild: dpa

Nach der Annexion der Krim durch Russland stand aus Sicht der Nato fest: Die Verteidigungsbudgets dürfen nicht noch weiter sinken. Doch die Mitglieder der Allianz ignorieren diesen Vorsatz offenbar.

          Trotz der wachsenden Spannungen mit Russland haben sich die Militärausgaben in den Nato-Staaten im laufenden Jahr nach Angaben der Allianz weiter verringert. Den am Montagabend veröffentlichten Zahlen des Bündnisses zufolge werden die Verteidigungsausgaben in diesem Jahr wahrscheinlich um 1,5 Prozent zurückgehen, nachdem sie im vergangenen Jahr bereits um 3,9 Prozent geschrumpft waren.

          Nach der Annexion der ukrainischen Krim-Halbinsel durch Russland hatte die Militärallianz beschlossen, die Ausgaben für Verteidigung nicht weiter zu beschneiden und sich dem selbstgesteckten Ziel anzunähern, wonach Nato-Staaten zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung aufwenden sollen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg drängt nun auf Einhaltung dieses Ziels. „Wir sehen uns neuen Herausforderungen gegenüber und wir können auf Dauer nicht mehr mit weniger Geld leisten“, erklärte er.

          In einem Zeitungsinterview hatte zuvor der neue deutsche Wehrbeauftragte, Hans-Peter Bartels, Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr beklagt. Die Armee ist aus seiner Sicht für Nato-Einsätze nicht gut genug ausgerüstet. „Die Befähigung zur Beteiligung an der kollektiven Verteidigung in Europa muss umfassend hergestellt werden“, sagte Bartels. Das sei „nach heutigem Stand nicht wirklich“ gewährleistet.

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