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Transatlantische Freihandelszone : Nicht aussetzen

Die Schaffung einer transatlantischen Wirtschaftszone reicht über den Tag weit hinaus. Es wäre töricht, das Projekt auszusetzen. Wo sollen denn sonst Wachstumsimpulse herkommen?

          Mittlerweile sind sie Stimmen, die ein Aussetzen der Verhandlungen über eine transatlantische Freihandelszone geordert hatten, mehr oder weniger verstummt. Gut so!

          Wie töricht das auch gewesen wäre: Weil Amerika spioniert, verzichten wir auf Wachstum. Barer Unsinn, den selbst Politiker von sich gegeben hatten, denen man mehr zugetraut hätte und die noch etwas werden wollen.

          Die Schaffung einer transatlantischen Wirtschaftszone ist ein Projekt, das über den Tag weit hinausreicht. Es wird Amerika und Europa strategisch, politisch und wirtschaftlich noch enger zusammenschließen und für eine Welt rüsten, in welcher der Westen in den vergangenen Jahren in der Defensive war.

          Eines ist die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit Sicherheit nicht: ein Gnadenakt der Europäer (den die spionagewütigen Amerikaner nicht verdienten). Es ist ein Vorhaben, das für beide Seiten großen Nutzen verspricht, für Amerikaner und Europäer und besonders auch für Deutsche. Wo sollen denn sonst Wachstumsimpulse herkommen?

          Die Fürsprecher dieser Partnerschaft haben ganz recht: Ein Aussetzen der Verhandlungen können wir uns nicht leisten. Ein trotziges Strafbedürfnis ist eine lächerliche Haltung.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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